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50 Jahre Vereinigung der Frauenorden Österreichs
Vom 28.-30. April 2016 finden die Festivitäten anlässlich „50 Jahre Vereinigung der Frauenorden Österreichs“ in Innsbruck statt.

Dazu zählen die Präsentation des Buches „Ein bisserl fromm waren wir auch“, ein Studientag mit Fachvorträgen und Workshops, ein Festkonzert sowie ein Festvortrag und eine Festliturgie.


50 Jahre Vereinigung der Frauenorden Österreichs

Die Vereinigung der Frauenorden Österreichs wurde als Zusammenschluss der höheren Oberinnen der österreichischen Frauenorden im Jahr 1966 von der Religiosenkongregation kanonisch errichtet. Ihre Mitglieder sind die höheren Oberinnen, Leiterinnen oder Delegierten jener Frauenorden, die wenigstens eine Niederlassung in Österreich haben. Derzeit sind es 105 Mitglieder. Hauptthemen heute sind ein ungeschminkter Blick auf die reale Situation und zukünftige Entwicklungen. Das 50-Jahr-Jubiläum wird in Innsbruck gefeiert.

Programm



28. April
Feierliche Eröffnung mit Präsentation des Buchs „Ein bisserl fromm waren wir auch“ zum Oral History Projekt „Erfahrungskraft Ordensfrauen“ in der Aula des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern, Rennweg 40, 6020 Innsbruck

29. April
9:30 Uhr Studientag mit Fachvorträgen und Workshops im Haus Marillac, Sennstr. 3, 6020 Innsbruck

Die drei Frauen Sr. Martha Zechmeister, Sr. Katharina Ganz und Helga Penz werden die inhaltlichen Impulse in Innsbruck beim Jubiläumsfest von 28. – 30. April 2016 in Innsbruck setzen. „Erneuerung und Aufbruch“ werden die Vorträge prägen.

„Einfach menschlich – so wie Jesus“ titelt der Vortrag der in El Salvador und international tätigen Ordensfrau Sr. Martha Zechmeister. „Ich versuche zusammenzufassen, was mir nach fast 40 Jahren Ordensleben wesentlich geworden und geblieben ist: "Mensch werden", inspiriert von einem Wort Leonardo Boffs: “Así de humano sólo puede ser Dios”( So menschlich kann nur Gott sein). Und das in einer Welt, die genauso ist, wie die unsere.“ Sie hat in ihrem Leben immer den realen Weg der Nachfolge als Ordensfrau gesucht und sich mit der Verbürgerlichung auseinandergesetzt. Gerade wer Jesus nachfolgt, verwirklicht nicht in erster Linie eine moralische und asketische Lebensweise, sondern wird fähig, menschlicher und vitaler zu werden. Der Vortrag beginnt am Samstag, 30. April 2016 um 10.30 Uhr.

„Wir müssen in Ruhe über die brennenden Fragen sprechen können“. So heißt der Vortrag der Historikerin und Leiterin des Bereiches „Kultur und Dokumentation“ der Ordensgemeinschaften Österreich Helga Penz über die Gründung der Vereinigung der Frauenorden vor 50 Jahren „Erstmals wurden die Dokumente aus der Gründungszeit ausgewertet. Den Schwerpunkt werde ich auf die Vorgeschichte bis zur kanonischen Errichtung 1966 legen“. Helga Penz sieht mit der Gründung der Vereinigung der Frauenorden das Ziel verbunden, „eine gemeinsame Erneuerung des Ordenslebens voranzubringen“. Mit diesem Vortrag beginnt am Freitag die Tagung um 9.30 Uhr.

„Frei und unumschränkt muss ich handeln können, sonst wird alles nichts“ wird im Vortrag der jungen Generaloberin der Dienerinnen von der heiligen Kindheit Jesu in Würzburg Sr. Katharina Ganz thematisch aufgearbeitet. Sie wird anhand der Ordensgründerin über „pastoraltheologische Impulse für ein widerständiges Ordensleben“ referieren. Ganz hat Erfahrungen als Sozialpädagogin, ist in der Frauenarbeit tätig. Sie leitete das ordenseigene Bildungshaus und war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seit 2013 ist die 45-Jährige Generaloberin. Der Vortrag beginnt am Freitag um 11.15 Uhr.

In den nachmittäglichen Workshops werden die „zehn Themenknoten der Ordensfrauen“ erarbeitet und behandelt.

Die Themenstellungen sind: „Ordensfrauen als Mystikerinnen im Einsatz für Menschen und Welt" mit Sr. Giseal Borges.
Sr. Carmen Gracner von den Karmelitinnen in Innsbruck wird das Thema „Meine Seele – eine Burg“ bearbeiten. Dieser Workshop ist im Kloster der Karmelitinnen.
„Die Stärke der Frauen ist größer als sie selbst es vermuten“ wird durch Ingeborg Schödl und Sr. Beate Glania auf zweifache Weise bearbeitet.
Sr. Judith Tappeiner und Sr. Maria Hoffman spüren der Begleitkompetenz von Ordensfrauen nach. „(Zwangs)Prostitution und Menschenhandel“ sind das Thema der Leiterin des Schutzhauses in Wien Sr. Anna Mayrhofer.
Sr. Silke Mallmann
aus Kärnten geht den „Menschenrechten in Pflege und Betreuung“ nach.
Die Kunstexpertin Martina Gelsinger setzt in ihrem Workshop auf die „Begegnung mit der Gegenwart“.
„Futurum und Adventus“ werden bei Sr. Ruth Pucher und Sr. Nathanaela Gmoser gut unterschieden.
„Interreligiöser Dialog“ steht ganz praktisch über dem Workshop von Sr. Karin Kuttner und Amani Abuzhahra.
Ganz ähnlich angesiedelt ist der Workshop mit Sr. Katharina Franz „Es gibt keine Fremden. Es gibt nur Menschen.“

19:30 Uhr Festkonzert mit dem Vokalensemble LALA und der Pianistin Sr. Joanna Jimin Lee im Kongresssaal Innsbruck

30. April
9:30 Uhr Festvortrag von Martha Zechmeister CJ und Festliturgie in der Kirche Saggen, Erzherzog-Eugen-Str. 8, Innsbruck

Nähere Informationen unter: www.ordensgemeinschaften.at/ordensfrauen

Quelle: www.ordensgemeinschaften.at


Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:24