Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

startseite_14_friedensdekade [d.m.Y H:i]
federbusch
startseite_14_friedensdekade [d.m.Y H:i]
Zeile 1: Zeile 1:
-<​html><​br /> +
-<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_1">&​raquo;​Befreit zum Widerstehen&​laquo;</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Das Motto der 35. &​Ouml;​kumenischen FriedensDekade,​ die vom 9. bis 19. November 2014 bundesweit durchgef&​uuml;​hrt wird, lautet &​raquo;​Befreit zum Widerstehen&​laquo;​. Der 25. Jahrestag des Mauerfalls gibt Anlass, die Frage zu stellen, wo heute unser gewaltfreier Widerstand gefordert ist und aus welchen Kraftquellen wir sch&​ouml;​pfen k&​ouml;​nnen,​ um Ungerechtigkeit und Gewalt zu widerstehen.</​div>​ +
-<br /> +
-<br /> +
-<div class="​normaler_text"><​img width="​90"​ height="​89"​ src="/​seiten/​userfiles/​Friedensdekade-Logo(1).gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ />​Geboren wurde die Idee zur Friedens-Dekade in den Niederlanden. Dort hatte der &​raquo;​Interkirchliche Friedensrat&​laquo;​ die Friedenswoche eingef&​uuml;​hrt,​ um das Engagement der Kirchenmitglieder f&​uuml;​r Friedensfragen zu st&​auml;​rken. Diese Idee wurde 1980 in West- und Ostdeutschland aufgenommen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde 1992 das &​raquo;​Gespr&​auml;​chsforum der &​Ouml;​kumenischen FriedensDekade&​laquo;​ gegr&​uuml;​ndet. Es sollte die Arbeit der Kirchen und Friedensinitiativen aus Ost und West zusammenf&​uuml;​hren.<​br /> +
-<br /> +
-<img width="​400"​ height="​532"​ src="/​seiten/​userfiles/​Friedensdekade2014-Plakat.gif"​ alt=""​ /><br /> +
-<br /> +
-<​strong><​font color="#​993300">​Gru&​szlig;​wort der &​raquo;​Wise Guys&​laquo;​ <br /> +
-</​font><​br /> +
-</​strong>​Der A-cappella-Chor &​raquo;​Wise Guys&​laquo;​ unterst&​uuml;​tzt die FriedensDekade 2014 mit einem Gru&​szlig;​wort:​ <br /> +
-&​raquo;​Unter dem Motto &​gt;​Befreit zum Widerstehen&​lt;​ stellt die &​Ouml;​kumenische FriedensDekade in diesem Jahr ins Zentrum ihrer Aktivit&​auml;​ten die Frage, was uns heute den Mut und die Kraft geben kann, sich gegen laufende Kriegsvorbereitungen und Kriegseins&​auml;​tze zur Wehr zu setzen und den zunehmenden R&​uuml;​stungsexporten mutig zu widerstehen. Nach dem millionenfachen Morden und Sterben in den beiden Weltkriegen war es zun&​auml;​chst gesellschaftlicher Konsens, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen d&​uuml;​rfe. Heute m&​uuml;​ssen wir mit gro&​szlig;​er Besorgnis eine zunehmende Militarisierung der deutschen Au&​szlig;​en- und Sicherheitspolitik zur Kenntnis nehmen. Dieser besorgniserregenden Entwicklung will die &​Ouml;​kumenische FriedensDekade Widerstand entgegensetzen und auf friedenspolitische Alternativen aufmerksam machen. Wir begr&​uuml;&​szlig;​en das sehr. Eine der zentralen Kraftquellen f&​uuml;​r das gewaltfreie friedenspolitische Engagement liegt f&​uuml;​r die &​Ouml;​kumenische FriedensDekade in der biblischen Botschaft begr&​uuml;​ndet. Uns hat der f&​uuml;​r dieses Jahr ausgew&​auml;​hlte zentrale Vers aus der Bibel - &​gt;​Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit&​lt;​ (2.Timotheus-Brief Kap. 1, Vers 6-7) - sehr angesprochen. Wir w&​uuml;​nschen der &​Ouml;​kumenischen FriedensDekade und allen, die sich vom 9. bis 19. November f&​uuml;​r Frieden und Gerechtigkeit engagieren, dass sich m&​ouml;​glichst viele Menschen von dem Anstecken lassen, was es beim Widerstand gegen Gewalt und Unfrieden immer auch braucht: Kraft, Liebe und Besonnenheit.&​laquo; ​ <br /> +
-<br /> +
-Paul Russmann ​ <br /> +
-Quelle: <br /> +
-Ohne R&​uuml;​stung leben, informationen 149 / 3-2014, S. 6   <​br /> +
-<br /> +
-<br /> +
-<font color="#​993300"><​strong>​Den nicht-milit&​auml;​rischen Kampf ernster nehmen </​strong><​br /> +
-<br /> +
-Aufruf des pax christi-Pr&​auml;​sidenten <font color="#​FF6600">​Bischof Heinz Josef Algermissen</​font>,​ Fulda, zur &​Ouml;​kumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November </​font><​br /> +
-<br /> +
-Die verzweifelte Lage der christlichen und anderen Bewohnerinnen und Bewohner des Nahen und Mittleren Ostens &​uuml;​bersteigt,​ was wir mit unserem Mitgef&​uuml;​hl ausdr&​uuml;​cken k&​ouml;​nnen. Auf die Arabellion f&​uuml;​r Menschenrechte folgt ein Feldzug der Gr&​auml;​uel. Viele Menschen hierzulande f&​uuml;​hlen sich angesichts dieses Schreckens zerrissen zwischen Hilflosigkeit und dem Ruf nach milit&​auml;​rischen Antworten. In akuter Not rufen die Menschen im Kampfgebiet nach Waffen und Beistand und &​uuml;​bert&​ouml;​nen jene, die vor noch mehr Waffengewalt warnen. Mit Blick auf die kommende &​Ouml;​kumenische FriedensDekade vom 9. bis 19. November m&​ouml;​chte ich an Sie appellieren,​ sich diese Zeit in Gemeinden, St&​auml;​dten und Initiativen f&​uuml;​r Gebet und Aktion f&​uuml;​r Frieden und Gerechtigkeit zu nehmen. <br /> +
-<br /> +
-Um nicht als Nichtstuer zu gelten, sind wir oftmals geneigt, gegen eigene Grunds&​auml;​tze und wider besseres Wissen f&​uuml;​r Milit&​auml;​reins&​auml;​tze zu pl&​auml;​dieren. Sind aber die milit&​auml;​rischen Antworten nicht eine ebenso hilflose Geste? Wenn die Bundesregierung zum ersten Mal Waffen an kurdische K&​auml;​mpfer im Nordirak liefert, die davor ihr Autonomie-Gebiet um die erd&​ouml;​lreiche Region Kirkuk ausgedehnt haben? Wenn die USA bombardieren,​ damit Zivilisten im Sinjar Gebirge gerettet werden k&​ouml;​nnen und die amerikanische Regierung dann feststellt, die meisten h&​auml;​tten sich bereits selber gerettet, eine Evakuierung sei nicht mehr notwendig? <br /> +
-<br /> +
-Die Waffenlieferungen und Milit&​auml;​rschl&​auml;​ge wirken hilflos, auch weil sie nicht mit einem politischen Konzept verbunden sind. Zu einem politischen Konzept, das &​uuml;​ber aktuelles Unrecht hinausweist,​ w&​uuml;​rde geh&​ouml;​ren,​ die Staaten in der Region, die in Spannung zueinander stehen wie Iran und Saudi-Arabien als Garantiem&​auml;​chte f&​uuml;​r ein Gewaltende zu gewinnen, den Grundkonflikt zwischen Israel und Pal&​auml;​stina nicht l&​auml;​nger zu verwalten, sondern zu l&​ouml;​sen,​ einen nuklearwaffenfreien Nahen und Mittleren Osten, wie ihn Staaten in der Uno anstreben, endlich auszuhandeln und eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur aller L&​auml;​nder im Nahen und Mittleren Osten aufzubauen. Der sogenannte Islamische Staat (IS) bedroht alle Staaten in der Region. Doch nur, wenn diese gemeinsam an einem Tisch sitzen, werden sie auch gemeinsam dem IS etwas entgegensetzen k&​ouml;​nnen. Werden solche Ziele nicht benannt, bleibt es bei Vermutungen,​ dass Destabilisierung und Zerschlagung der Staaten in Kauf genommen werden. <br /> +
-<br /> +
-Die Verbrechen des IS sind abscheulich. Der IS tyrannisiert ganze Bev&​ouml;​lkerungsgruppen. Seit Jahren f&​uuml;​hlen sich die Menschen in Mosul/​Ninive,​ Christen, Jeziden, Muslime, bedroht und willk&​uuml;​rlicher Gewalt ausgeliefert. 2004 ist zum ersten Mal ein Video aufgetaucht,​ das die Enthauptung eines Amerikaners im Irak zeigte. (http://​usatoday30.usatoday.com/​news/​world/​iraq/​2004-05-11-iraq-beheading_x.htm) Die irakische Regierung war nicht in der Lage oder nicht entschieden,​ solche Verbrechen zu verhindern oder aufzukl&​auml;​ren. ​ <br /> +
-<br /> +
-Es sind zun&​auml;​chst nicht wirklich alle gewalt&​auml;​rmeren Ma&​szlig;​nahmen versucht worden beim Kampf gegen den IS. Erst jetzt beginnt man unter anderem auf die Kan&​auml;​le seiner Finanzierung hinzuweisen und redet dar&​uuml;​ber,​ wie sie unterbunden werden k&​ouml;​nnten. Es ist auch nicht versucht worden, den UN-Sicherheitsrat f&​uuml;​r ein gemeinsames Eingreifen zu gewinnen. Beides muss zumindest ab jetzt auf diplomatischem Weg verfolgt werden. Im Bischofswort &​bdquo;​Gerechter Friede&​ldquo;​ haben wir Bisch&​ouml;​fe im Jahr 2000 gefordert, dass Leben und die k&​ouml;​rperliche Unversehrtheit auch der gegnerischen Soldaten so weit als m&​ouml;​glich zu sch&​uuml;​tzen sind. &​bdquo;​Direkte Angriffe auf Personen sind auf Situationen unmittelbarer Notwehr zu beschr&​auml;​nken. Feindselige Akte sollten sich ansonsten gegen Sachen richten&​ldquo;​ (Nr. 157). Ist das bei den jetzigen Angriffen gew&​auml;​hrleistet?​ US-Pr&​auml;​sident Obama hat eine langw&​auml;​hrende Auseinandersetzung angek&​uuml;​ndigt. Erinnerungen an andere Kriege werden wach, aber auch die Erinnerung an das Nein von Papst Johannes Paul II zur US-gef&​uuml;​hrten Intervention im Irak im Jahr 2003. Dieses Nein sch&​uuml;​tzte damals die Christen im Nahen und Mittleren Osten auch davor, als Komplizen der westlichen Milit&​auml;​rintervention diffamiert zu werden. ​ <br /> +
-<br /> +
-&​bdquo;​Eine Gew&​ouml;​hnung an das Mittel der Gewaltanwendung kann es unter dem Vorzeichen des gerechten Friedens nicht geben&​ldquo;​ (Nr. 161), hei&​szlig;​t es richtig in &​bdquo;​Gerechter Friede&​ldquo;​.<​br /> +
-<br /> +
-Was k&​ouml;​nnen wir also tun? <br /> +
-&bull; Wir m&​uuml;​ssen wachsam bleiben und da auf gewaltlose oder wenigstens gewalt&​auml;​rmere Mittel pochen, wo uns als einziger Ausweg eine milit&​auml;​rische L&​ouml;​sung pr&​auml;​sentiert wird.  <br /> +
-&bull; Wir wollen offen bleiben f&​uuml;​r alle Menschen im Nahen und Mittleren Osten, f&​uuml;​r ihre Geschichte und Kultur, f&​uuml;​r ihre Verletzungen und ihre Befindlichkeiten. ​ <br /> +
-&bull; Die Kirchen, die ihre Gl&​auml;​ubigen im Nahen und Mittleren Osten halten wollen und nach einem gedeihlichen Zusammenleben suchen, brauchen unsere verst&​auml;​rkte Unterst&​uuml;​tzung. ​ <br /> +
-&bull; Wir setzen uns ein f&​uuml;​r die Aufnahme von Fl&​uuml;​chtlingen,​ die Gewalt und Unsicherheit zuhause nicht mehr ertragen und in Europa Zuflucht suchen und nehmen Fl&​uuml;​chtlinge auf.  <br /> +
-&bull; Mit Spenden z.B. an Caritas International und Misereor helfen wir Not zu lindern und f&​ouml;​rdern gesellschaftliche Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten. <br /> +
-&bull; In der &​Ouml;​kumenischen FriedensDekade in diesem Jahr treffen wir uns zu Friedensgebeten,​ Gottesdiensten und Mahnwachen gegen Krieg und f&​uuml;​r Diskussionen um Fragen des Waffenexports und der Milit&​auml;​reins&​auml;​tze weltweit. ​ Der Weg Jesu ist kein Weg der Gewalt und kein Weg des Nichtstuns. Er wendet sich denen zu, die unter der Gewalt leiden und bittet f&​uuml;​r die Umkehr derer, die hassen und t&​ouml;​ten. ​ <br /> +
-<br /> +
-Ich bitte Sie von ganzem Herzen, wachsam zu bleiben gegen jedes Unrecht und sich f&​uuml;​r Frieden und Gerechtigkeit an den Stellen einzusetzen,​ wo Sie &ndash; auch in Gespr&​auml;​chen &ndash; Unrecht sp&​uuml;​ren sowie im Gebet mit den Menschen in Verbundenheit zu bleiben, die in diesen Tagen Not, Gewalt und Unrecht am eigenen Leibe erfahren m&​uuml;​ssen. ​ <br /> +
-<br /> +
-Berlin/​Fulda,​ 14. Oktober 2014  <br /> +
-+ Heinz Josef Algermissen ​ <br /> +
-Pr&​auml;​sident von pax christi Deutschland ​ <br /> +
-Bischof von Fulda   <​br /> +
-<br /> +
-Weitere Informationen zur Friedens-Dekade 20l4 finden Sie unter <a href="​http://​www.friedensdekade.de">​www.friedensdekade.de</​a>​.</​div>​ +
-<br /> +
-<hr width="​100%"​ size="​2"​ /> +
-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35