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Jubiläumseröffnung bei  Olper Franziskanerinnen
Am 18. Januar 2013 begann mit der schon traditio-nellen Klosternacht im Mutterhaus das Jubiläumsjahr 150 Jahre Olper Franziskanerinnen. Die Klosternacht stand unter dem Motto „Leidenschaftlich“.

Die Generaloberin Sr. Magdalena Krol erläuterte zunächst das offizielle Logo. Unter drei großen Vorträgen, den sogenannten „Geständnissen“, konnten die Teilnehmenden auswählen.

Den Abschluss bildete ein Festgottesdienst mit Weihbischof Heiner Koch.


Die „Geständnisse“ trugen die Titel:
1. Generaloberin Sr. Magdalena Krol, Olpe: „Leidenschaftlich von Gott geführt“ – zum Leben und Wirken von Mutter Maria Theresia Bonzel
2. Weihbischof Dr. Heiner Koch, Köln: „Leidenschaftlich von Gott in Dienst genommen“ – Gott ruft – und dann?
3. Dario Pizzano, Heiligenstadt: „Leidenschaftlich von Gott überwältigt“ – Exzess, meine zwei Leben

Um 23.00 Uhr begann in der Mutterhauskirche dann die Abschlussfeier der Klosternacht. Weihbischof Dr. Heiner Koch hielt die Predigt und der Chor „Voices“ an St. Martinus, unter der Leitung von Dieter Moers, gestaltete die Feier mit. Zum Schluss konnten sich alle Teilnehmer ganz persönlich segnen lassen.

Klosternacht LEIDENSCHAFTLICH zur Eröffnung des Jubiläumsjahres
Im Rahmen der traditionellen Klosternacht eröffneten die Olper Franziskanerinnen ihr Jubiläumsjahr.

Olpe. Eine vergeistigte und zugleich fröhlich gelöste Stimmung erfüllte die Mutterhauskirche der Olper Franziskanerinnen. Der vergangene Freitag war ein bedeutungsvoller Tag. Die Schwestern eröffneten im Rahmen der traditionellen Klosternacht ihr Jubiläumsjahr „150 Jahre Olper Franziskanerinnen“. Zu Beginn entrollte die Generaloberin Schwester Magdalena Krol das Banner mit dem offiziellen Logo für die Festtage: betende und tragende Hände als Kreuz um einen festen Kern geformt. Dazu die Worte „150 Jahre anbeten und anpacken für- mit- bei- einander“.


V.l.n.r.: Provinzoberin Sr. Alexa Weismüller, Dario Pizzano, Generaloberin Sr. Magdalena Krol und Sr. Katharina Hartleib.
Foto: Birgit Engel


„Was Mutter Maria Theresia Bonzel und die ersten Schwestern 1863 begannen, wurde von vielen Schwestern aufgebaut, entfaltet und vertieft. Unser Leben als Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung wurde und wird möglich, weil wir uns ganz bewusst der Mitte der Kraftquelle dieses Lebens öffnen: Gott und Jesus Christus. Unser Jubiläumslogo will das ins Bild rücken“, erklärte die Generaloberin.

Leidenschaftlich ist das Motto

„Leidenschaftlich“ so das Motto des Abends, an dem nach dem feierlichen Auftakt drei Vorträge, sogenannte Geständnisse, im Mittelpunkt standen. „Leidenschaftlich leben ist kein Ausnahmezustand, es ist uns in die Gene gelegt: Dieses Dranbleiben am Leben, am Ausgerichtet sein auf Gott. Die Wege und Formen sind dabei so vielfältig wie wir alle. Die Kraftquelle ist und bleibt dieselbe.“

Leben auf Überholspur

Generaloberin Magdalena Krol erzählte an Hand von vielen Fotos vom Leben und Wirken der Ordensgründerin. Dario Pizzano, ein deutscher Theologe, Autor und Bildungsre-ferent, berichtete, wie er als DJ, Clubchef und Event-Manager ein Leben auf der Überholspur führte, bis ein Erlebnis ihn dazu brachte, sein Leben völlig umzukrempeln. Und der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der just an diesem Tag zum Bischof im Bistum Dresden-Meißen ernannt wurde, stellte die Berufung Gottes eines jeden Getauften in den Mittelpunkt. „Raus finden wozu, das muss jeder für sich.“

Die Olperin Regina Wilhelmina „Aline“ Bonzel, später Schwester Maria Theresia, gründete 1860 im Alter von 29 Jahren mit ihren Freundinnen Regina Löser und Clara Pfänder eine Ordensgemeinschaft mit dem Ziel der ewigen Anbetung und der Fürsorge für Waisenkinder. Am 20. Juli 1863 wurde mit Schwester Maria Theresia als erster Generaloberin der Orden der „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe“ gegründet. Es kamen Provinzen in Nordamerika, Brasilien und auf den Philippinen hinzu. 1995 wurde die Maria Theresia Bonzel-Stiftung als Gesellschafterin der bereits 1902 gegründeten „Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH“ ins Leben gerufen. Damit soll das Vermächtnis der Gründerin in den rund sozialen 40 Einrichtungen mit mehr als 8000 Mitarbeitern sicher fortgesetzt werden.

Viele Aktionen

Das ganze Jahr über geben viele verschiedene Angebote und Aktionen einen interessanten Einblick in das Leben der Schwestern. Dabei wird ein Filmteam das Jubiläumsjahr begleiten.

Birgit Engel

Klosternacht Füreinander, miteinander und beieinander 20.01.2013 | 16:43 Uhr
Quelle: www.derwesten.de



Olper Franziskanerinnen aus allen Provinzen

Geschichte des Ordens

Der Orden blickt auf eine beachtenswerte Zeit zurück: Im Jahr 1860 gründeten drei junge Frauen in Olpe eine Ordensgemeinschaft. Aline Bonzel, deren späterer Ordensname Schwester Maria Theresia war, und Regina Löser stammten aus Olpe, Klara Pfänder aus Hallenberg. Aus verschiedenen Gründen sollte das Mutterhaus nach einigen Jahren nach Salzkotten verlegt werden. Schwester Klara Pfänder gründete deshalb dort ein Kloster. Diese Entscheidung führte in der jungen Gemeinschaft zu Spannungen. Der Erzbischof von Paderborn, Dr. Konrad Martin, griff ein und verfügte am 20. Juli 1863, dass das Olper Kloster selbstständig wird. Schwester Maria Theresia Bonzel ernannte er zur Oberin. Seitdem gilt der 20. Juli 1863 als Gründungstag der „Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung“ und Schwester Maria Theresia Bonzel als deren erste Generaloberin.

Inspiriert von der Spiritualität und dem Leben des heiligen Franziskus führen die Schwestern ein einfaches Leben, dessen Inhalt seit der Gründung die tägliche Anbetung Gottes und das Engagement für Notleidende sind. Die Notleidenden der ersten Stunde waren Waisenkinder. Mit ihrer Aufnahme wurde die Grundlage für das spätere „St. Josefshaus“ in Olpe geschaffen. Die soziale Notsituation vieler Menschen im 19. Jahrhundert ließ die Schwestern immer neue Wege finden, um Menschen zu helfen und ihnen Orientierung zu geben. Mit der Ordensgemeinschaft wuchsen die Aufgaben der Schwestern. Mädchenbildung, Krankenpflege und Erziehung kamen hinzu.

Immer wieder motiviert durch ihr Gründungsideal blieben die Olper Schwestern offen für die Probleme der sich verändernden Gesellschaft. So wagten sie zum Beispiel im Jahr 1879 die Gründung einer Niederlassung in den USA als Reaktion auf den preußischen Kulturkampf. Heute leben und wirken die Schwestern in Deutschland, Indiana und Colorado in den USA, auf den Philippinen und in Brasilien. Sie sind in Krankenhäusern, Sozialstationen, Altenheimen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Nach wie vor trägt das gemeinsame und persönliche Gebet ihr gesamtes Wirken.

In Deutschland führt die „Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH“ (GFO) das Vermächtnis der Ordensgründerin in rund 40 sozialen Einrichtungen mit mehr als 8.000 Mitarbeitern weiter. Diese Vielfalt lässt ahnen, welche Einblicke die Schwestern allen Interessierten während des Jubiläumsjahres geben werden.

Homepage der Olper Franziskanerinnen:
www.franziskanerinnen.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:23