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Neue Leitung ist jünger und international besetzt
Beim 27. Generalkapitel der Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu haben die Schwestern mit der Wahl der neuen Generalleitung einen Generationenwechsel vollzogen. Mit der Wahl einer US-Amerikanerin zur Generalrätin ist die Leitung erstmals international besetzt. Die Amtszeit der neuen Leitung beginnt am 7. Dezember 2013.


Neue Generaloberin ist Schwester Katharina Ganz. Die 42-jährige Franziskanerin folgt Schwester Veridiana Dürr (74), die das Leitungsamt 12 Jahre lang innehatte.



Die neue Generalleitung der Oberzeller Franziskanerinnen setzt sich zusammen aus (v.l.n.r.): Schwester Katharina Ganz (Generaloberin), Schwester Birgit Scheder (Generalvikarin) und den Generalrätinnen Schwester Rut Gerlach, Schwester Antonia Cooper (USA) und Schwester Agnella Kestler (Foto: Kloster Oberzell)

Schwester Katharina Ganz (42) trat 1995 im Kloster Oberzell ein, legte 1999 die zeitliche und 2002 die ewige Profess ab. Nach ihrer Schulzeit und dem Abitur im Egbert Gymnasium in Münsterschwarzach studierte sie Katholische Theologie (Diplom) an der Universität Würzburg sowie Sozialwesen (Diplom) an der Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt. Während ihres Studiums lebte sie ein Jahr in der Zentralafrikanischen Republik als Missionarin auf Zeit. Von 1999 bis 2004 war Schwester Katharina als Sozialpädagogin im Haus Antonia Werr (Würzburg) in der Frauenarbeit eingesetzt. 2005 koordinierte sie die Jubiläumsveranstal-tungen zum 150-jährigen Jubiläum der Kongregation. Ab 2006 übernahm die Franziskanerin die Leitung von Haus Klara. Das klostereigene Bildungs- und Exerzitienhaus wurde im vergangenen Jahr nach einer Generalsanierung wieder eröffnet. 2007 wurde Schwester Katharina Ganz als Rätin in die Generalleitung gewählt und verantwortete die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinschaft.

Zur neuen Vikarin wurde Schwester Birgit Scheder (43) gewählt. Schwester Birgit stammt aus Kleinrinderfeld (Landkreis Würzburg). Nach der Mittleren Reife 1986 an der Realschule Höchberg besuchte sie ein Jahr lang die Berufsfachschule für Hauswirtschaft im Kloster Oberzell, erwarb 1989 das Fachabitur an der Fachoberschule Würzburg. 1994 schloss sie ihr Studium Sozialwesen an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt mit dem Diplom ab. Birgit Scheder trat 1993 im Kloster Oberzell ein, legte 1996 die zeitliche und im Jahr 2000 die Profess auf Lebenszeit ab. Von 1996 bis 2003 war die Sozialpädagogin in der heilpädagogisch-therapeutischen Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen und junge Frauen, dem Antonia-Werr-Zentrum St. Ludwig, im Gruppendienst und als Leiterin der Magdalenengruppe eingesetzt. Anschließend war sie Beauftragte für die Jugend- und Berufepastoral der Kongregation und besuchte von 2003 bis 2004 den Einführungskurs in die Jugendpastoral an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern. Von 2004 bis 2012 arbeitete Schwester Birgit als Referentin in der Diözesanstelle Berufe der Kirche in Würzburg. Seit 2006 ist die Franziskanerin Formationsleiterin der Kongregation und damit für die Ausbildung neuer Mitglieder zuständig. Von 2007 bis 2013 war sie bereits Generalrätin.

Schwester Rut Gerlach (49) wuchs in Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) auf, besuchte von 1982 bis 1984 die Fachakademie für Sozialpädagogik St. Hildegard in Würzburg und praktizierte anschließend ein Jahr lang im Kindergarten der Oberzeller Schwestern in Eshowe in Südafrika. 1986 trat sie im Kloster Oberzell ein, legte 1989 die erste und 1994 die ewige Profess ab. Von 1989 bis 1995 war Schwester Rut als Erzieherin im Kindergarten St. Hildegard tätig und übernahm bis 1999 die Kindergartenleitung. Anschließend arbeitete sie ein Jahr lang in der Frauenarbeit im Haus Antonie Werr mit. Von 2000 bis 2004 studierte Schwester Rut Sozialpädagogik an der Katholischen Stifungs-Fachhochschule Benediktbeuern. Seitdem ist die Sozialpädagogin im Haus Antonie Werr in Würzburg eingesetzt und übernahm dort 2011 die Leitung des Bereichs Flexible Hilfen für Mädchen und Junge Frauen.

Schwester Agnella Kestler (73) stammt aus Theilheim (Landkreis Schweinfurt) und besuchte von 1954 bis 1957 die Mittelschule im Kloster Oberzell. 1957 trat sie der Gemeinschaft bei und besuchte anschließend bis 1961 die Frauenfachschule für Handarbeit und Hauswirtschaft in St. Hildegard (Würzburg). Nach ihrer Erstprofess 1964 studierte Schwester Agnella Sozialarbeit in Freiburg und legte 1967 ihre Profess auf Lebenszeit ab. Ihr beruflicher Einsatz führte sie ab 1968 in das Mädchenheim St. Ludwig, wo sie bis 1981 Sozialarbeiterin und Gruppenleiterin war. 1981 wurde sie Erziehungsleiterin und 1983 Gesamtleiterin der heilpädagogischen Jugendhilfeeinrichtung. Seit der Überführung des Heims in eine GmbH 2010 ist sie Geschäftsführerin. Während der Amtszeit von Schwester Verdiana Dürr war Schwester Agnella Kestler von 2001 bis 2013 Generalvikarin der Kongregation.

Schwester Antonia Cooper (64) stammt aus Pittsburgh, Pennsylvania (USA). Nach dem Besuch der Highschool trat sie 1966 in die Kongregation der Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu ein, legte 1969 die Erstprofess und 1974 die Profess auf Lebenszeit ab. Von 1968 bis 1978 war Schwester Antonia in Plainfield für Berufepastoral zuständig und half in der Krankenpflege mit. Von 1978 bis 1990 war sie zusätzlich verantwortlich für die Formation. Nach einem Sabbatjahr war sie weiterhin geistliche Begleiterin und unterrichtete T’ai Chi Chih. Seit 1987 ist Schwester Antonia Mitglied in der Regionalleitung und wurde 2008 Regionaloberin. Mit ihrer Wahl zur Generalrätin ist die Generalleitung der Oberzeller Franziskanerinnen erstmals international besetzt. Schwester Antonia bleibt weiterhin verantwortlich für die amerikanische Region.

Das Kapitel legte den Beginn der neuen Amtszeit auf den 7. Dezember fest. Bis dahin übt die bisherige Generaloberin, Schwester Veridiana Dürr, weiterhin die Geschäfte aus. Die neue Leitung hat Zeit, sich aus bisherigen Aufgaben zu lösen oder Übergänge zu gestalten.

Die Kongregation der Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu hat derzeit 187 Mitglieder. 154 Schwestern leben in Deutschland, 13 Schwestern in Nordamerika und 20 Schwestern in Südafrika.

Das Generalkapitel ist die höchste Beschluss fassende Versammlung der Schwestern. Es findet alle sechs Jahre statt. Vom 20. Mai bis 2. Juni hatten sich die 24 gewählten Vertreterinnen zu ihren Beratungen ins Haus Klara im Kloster Oberzell zurück gezogen. Das Thema des Kapitels lautete „Frauen für Frauen seit 1955“ und stand unter einem Zitat der Gründerin Antonia Werr: „Frei und unumschränkt muss ich handeln können“. Bei dem Kapitel wurde ein neuer Sendungsauftrag verabschiedet und Beschlüsse gefasst, mit denen die Weichen in die Zukunft gestellt worden sind.

Das Logo des 27. Generalkapitels zeigt stilisiert Antonia Werr mit einem Mädchen an der Seite, umgeben vom marianischen Blau, einem Kreis, der nach oben, auf Gott hin, geöffnet ist, und zusammen mit dem franziskanischen Tau das Frauenzeichen bildet.

Nähere Informationen unter: www.oberzell.de

Sr. Katharina Ganz


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:23