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Generalkapitel in Vierzehnheiligen
Das Generalkapitel der Franziskusschwestern hat am 22. März 2012 unter dem Vorsitz von Erzbischof Ludwig Schick in Vierzehnheiligen Schwester Regina Pröls zur neuen Generaloberin gewählt. Auch die Generalvikarin, jetzt Schwester Dr. Martina Selmaier und der Generalrat wurden neu bestimmt.

„Mit Gottes gutem Geist können Sie als ‚gute Geister‘ zum Wohl der Schwestern, der Kongregation, der Kirche und der Menschheit segensreich wirken“, sagte Erzbischof Schick im Anschluss an die Wahl in einem Dankgottesdienst.


Das Generalkapitel ist die höchste beschlussfassende Instanz der Kongregation und findet alle sechs Jahre statt. Die Kapitelsitzungen fanden im Mutterhaus in Vierzehnheiligen vom Sonntag, 18. März 2012 bis Samstag, 31. März 2012 statt. Zwei Wochen lang tagten die Kapitularinnen aus Deutschland, Peru, Indien und Kroatien. Die letzten Worte des Auferstandenen aus dem Matthäusevangelium begleiten die Beratungen:
"Ich bin bei euch alle Tage".


Die neue Generalleitung mit Erzbischof Schick

Neue Generalleitung:

Generaloberin:
Sr. Regina Pröls


Generalvikarin:
Sr. Dr. Martina Selmaier


Generalassistentinnen:
Sr. M. Alexia Hoderlein
Sr. M. Christine Köberlein
Sr. M. Claudia Hink
Sr. M. Dorothea Köhler
Sr. M. Victoria Naupari Osorio


Am 21. März 2012 wurde die "Region Peru" offiziell von den Kapitularinnen des 15. Generalkapitels bestätigt und die Satzungen dafür in Kraft gesetzt. Das war ein historischer Schritt in der Kongregationsgeschichte. Mit großer Dankbarkeit und Freude wurde an diesem Tag die Vesper gefeiert.




Erzbischof Schick wünscht Gottes Segen für die neue Aufgabe/Dank an die bisherige Generaloberin Schwester Christine Köberlein

Der Bamberger Oberhirte dankte ausdrücklich der scheidenden Generaloberin, Schwester Christine Köberlein. „Viel Gutes, was Sie getan haben, ist sichtbar.“ Erzbischof Schick nannte beispielsweise die Neuausrichtung des Mutterhauses durch die Öffnung für Gäste, den Anbau und die Umstrukturierung des Waldkrankenhauses in Erlangen, aber auch die Neugründungen in Indien und Kroatien sowie die Errichtung einer Region in Peru.
Der Bamberger Erzbischof ermutigte die Schwestern, den christlich-franziskanischen Geist zu leben und auszubreiten. Die Maxime „immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr“, raube den Menschen den Frieden und mache sie zu „erbarmungslosen Ellbogenmenschen“. „Wir haben aber nur Zukunft, wenn wir in einer Atmosphäre des Friedens und des Erbarmens leben.“
Franziskanischer Geist bedeute zudem Demut und Bescheidenheit, beispielsweise beim Essen und Trinken, beim Verbrauch von Energie und Naturressourcen. Auch in der Begegnung miteinander seien Demut und Bescheidenheit zwei wichtige Tugenden. „Jede Schwester soll ihre Not der Mitschwester offenbaren können. Jede soll die andere barmherzig anschauen und zu helfen bereit sein, so gut sie kann.“

Franziskanischer Geist bedeute vor allem für die Armen da sein, für die Kinder und Jugendlichen ohne Familie, für Kranke und Sterbende, für Obdachlose und Asylanten. Wie die 14 Nothelfer sind franziskanische Schwestern und Brüder Nothelfer für ihre Mitmenschen.
Der Ordensgründer, der heilige Franziskus, habe seinen Orden und seine Bewegung als Bruderschaft gestiftet, sagte Erzbischof Schick. Der christliche-franziskanische Geist bedeute Geschwisterlichkeit. „Franziskus wollte Bruderschaft, Schwesternschaft und Gemeinschaften im geschwisterlichen Geist.“ Die Idee der weltweiten geschwisterlichen Solidarität sei besonders wichtig, um in der Zukunft bestehen zu können. „Diesen Geist zu fördern ist die Aufgabe aller franziskanischen Gemeinschaften in der ganzen Kirche. Der heilige Franziskus legte zudem Wert auf die Bewahrung der Schöpfung, an der alle Menschen aller Generationen sich freuen sollen und von der sie leben können.
Der Bamberger Erzbischof ermunterte die Schwestern, Vierzehnheiligen als Ort Ihres Geistes und Ihres Charismas zu erleben und auf Gottes Segen zu vertrauen. „Laden Sie viele Menschen hier ins Mutterhaus ein, machen Sie auch in den Bildungshäusern und der Basilika mit. Bleiben Sie Geist, Antrieb und Motor von Vierzehnheiligen im schönen Gottesgarten am Obermain.“


Erzbischof Ludwig Schick gratulierte Sr. Regina Pröls (li) zur ihrer Wahl. Sie leitet nun die Geschicke des Ordens in den kommenden sechs Jahren. Erzbischof Schick dankte zudem Sr. Christine Köberlein (re ), die in den vergangenen zwölf Jahren, als Generaloberin tätig war.
Bild: Bärbel Meister


Biografische Daten der neuen Generaloberin

Die neue Generaloberin, Schwester Regina Pröls, wurde am 8. Juli 1962 in Frensdorf (Dekanat Burgebrach) geboren. Sie wuchs in Herrnsdorf auf. 1984 wurde sie ins Noviziat aufgenommen, ihre Profess legte sie 1986 ab. 14 Jahre lang, von 1986 bis 2000, war Schwester Regina Pröls als Leitende Medizinisch-Technische-Labor-Assistentin am Waldkrankenhaus in Erlangen tätig. Im Anschluss daran verstärkte die 49-Jährige von Januar 2001 bis April 2009 das Team „Berufe der Kirche“ im Erzbistum Bamberg. Bereits in den vergangenen zwölf Jahren war die neue Generaloberin als Generalvikarin in der engeren Führungs-spitze des Ordens tätig. Die Generaloberin vertritt den Orden nach außen. Die Franziskusschwestern haben derzeit 22 Niederlassungen in Deutschland, Indien, Peru und Kroatien. In diesen vier Ländern leben rund 170 Franziskusschwestern.

Text: Pressestelle Erzbistum Bamberg – Christoph Gahlau

Quelle: www.erzbistum-bamberg.de

Homepage Franziskusschwestern Vierzehnheiligen:
www.franziskusschwestern-vierzehnheiligen.de


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