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-<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_1">&​bdquo;​Pace e Bene&​ldquo;​ und ganz viel Hightech</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Das Museum im &​quot;​Konvent zur Unbefleckten Empf&​auml;​ngnis&​quot;​ an der Via Veneto will die Geschichte und die Spiritualit&​auml;​t der Kapuziner einem breiten Publikum zug&​auml;​nglich machen. Der Kapuzinerkonvent ist wegen des Ossariums unter seiner Kirche ber&​uuml;​hmt:​ In der Gruft werden Sch&​auml;​del und Knochen mehrerer hundert Kapuziner aufbewahrt, die zwischen 1528 und 1870 gestorben sind.</​div>​ +
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-<div class="​normaler_text"><​strong><​font color="#​993300">​Das neue Museum im Konvent der Kapuzinerm&​ouml;​nche in Rom zeigt die Geschichte des Ordens von den Anf&​auml;​ngen bis heute  </​font></​strong><​br /> +
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-In unmittelbarer N&​auml;​he der Piazza Barberini, direkt an der Via Veneto, der r&​ouml;​mischen Prachtstra&​szlig;​e der f&​uuml;​nfziger und sechziger Jahre, die fast nur von Luxushotels und Bars ges&​auml;​umt wird, sind die Kapuziner zuhause. Die Kirche Santa Maria Immacolata und das direkt anschlie&​szlig;​ende Konvent wurden auf Betreiben von Kardinal Antonio Barberini, selbst Kapuziner und zudem Bruder Papst Urbans VIII., in den zwanziger Jahren des siebzehnten Jahrhunderts an dieser Stelle errichtet. L&​auml;​ngst bekannt und f&​uuml;​r viele Besucher ein absolutes Muss ist bereits seit Jahren die weltber&​uuml;​hmte Gruft der M&​ouml;​nche. Den Tod verachtend liegen sie dort in Knochengestalt - oder h&​auml;​ngen:​ Manche Kapuziner-Kn&​ouml;​chelchen wurden zu Lampen verarbeitet. Nun hat sich der Orden aber etwas Neues einfallen lassen und den Knochen-Gr&​auml;​bern ein Museum hinzugef&​uuml;​gt,​ das seit einigen Tagen f&​uuml;​r jedermann von morgens bis abends durchgehend ge&​ouml;​ffnet ist. Sinn und Zweck der Museumsr&​auml;​ume ist es, den Besuchern die Geschichte des Ordens mit Hilfe von Gem&​auml;​lden,​ liturgischen Instrumenten,​ Manuskripten und Alltagsgegenst&​auml;​nden der M&​ouml;​nche ein wenig n&​auml;​her zu bringen und die Grundprinzipien,​ die der Bruderschaft zugrunde liegen, einmal mehr herauszukehren. <br /> +
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-<img width="​400"​ height="​476"​ src="/​seiten/​userfiles/​Kapuzinermuseum2.gif"​ alt=""​ /><br /> +
-<font size="​1">​Stammbaum des Kapuzinerordens</​font><​br /> +
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-Die Kapuziner, deren Name sich von ihrer langen, spitz zulaufenden Kapuze ableitet, sind ein Franziskanerorden und bilden heute einen der drei Zweige des ersten Ordens des heiligen Franziskus. In der Vergangenheit zeichneten sie sich vor allem durch strengste Askese aus, suchten aber seit je her und dies bis heute noch die N&​auml;​he zum einfachen Volk, um so vor allem auch die arme Bev&​ouml;​lkerung zu unterst&​uuml;​tzen. Im Italienischen hei&​szlig;​en sie &​uuml;​brigens &​quot;​Cappuccini&​quot;​ und sind die Namensgeber f&​uuml;​r das heute weltweit beliebte Hei&​szlig;​getr&​auml;​nk,​ den Cappuccino, dessen beige-braune Farbe und Milchschaum wiederum an das Ordensgewand erinnern sollen. &​Uuml;​ber insgesamt acht R&​auml;​ume erstreckt sich das Museum und jeder Bereich greift einen anderen Aspekt aus dem Leben und der Geschichte der M&​ouml;​nche auf.<br /> +
-Auf einem fast lebensgro&​szlig;​en senkrecht aufgestellten Flachbildschirm erscheint im ersten Saal ein Kapuziner, der in die Geschichte des durch die Barberini errichteten Konvents einf&​uuml;​hrt und auf die in diesem Bereich ausgestellten Schriftst&​uuml;​cke und weiteren Dokumente verweist. &​Uuml;​berhaupt hat man bei der Technik keine Kosten und M&​uuml;​hen gescheut. Fast jeder Teil des Museums strotzt gerade so vor Hightech-Instrumenten,​ die mehr als hilfreich die einzelnen Objekte erst in das rechte Licht r&​uuml;​cken. Der Blick f&​auml;​llt hier sofort auf eine Lithographie,​ die fast die gesamte L&​auml;​ngsseite in Anspruch nimmt und den Stammbaum des Franziskanerordens von seinen Anf&​auml;​ngen bis ins sp&​auml;​te neunzehnte Jahrhundert zeigt. Die nun folgenden Museumsabschnitte befassen sich mit der geographischen Verteilung des Ordens &​uuml;​ber Italien und die gesamte Welt und stellen mithilfe von Kurzbiographien,​ Schriftst&​uuml;​cken und Gem&​auml;​lden dem Besucher wichtige Ordensm&​auml;​nner wie die Heiligen Crispin von Viterbo, Josef von Leonessa oder Felix von Cantalice vor. Alle drei hatten im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert ihr Leben und Wirken ganz dem Wohle des Ordens verschrieben. Der gr&​ouml;&​szlig;​te Teil des Museums steht ganz im Zeichen des spirituellen Lebens der M&​ouml;​nche. Die unterschiedlichen Riten und Zeremonien werden dem Betrachter durch liturgische Gegenst&​auml;​nde wie Messgew&​auml;​nder,​ Kelche, eine gro&​szlig;​e Anzahl von Kreuzen aus den verschiedensten Materialien und vieles andere erkl&​auml;​rt. In einer der Glasvitrinen kann man ausschlie&​szlig;​lich Instrumente zur Selbstgei&​szlig;​elung entdecken wie Bu&​szlig;​g&​uuml;​rtel und anderes Folterwerkzeug,​ die beim Betrachter f&​uuml;​r ein kurzes Erschaudern sorgen, jedoch im spirituellen Leben der Kapuziner mit ihrer strengen Askese einen hohen Stellenwert einnahmen. ​ <br /> +
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-<img width="​150"​ height="​203"​ src="/​seiten/​userfiles/​Kapuzinermuseum1(1).gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ /><br /> +
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-<font size="​1">​Unter den Exponaten ist auch ein Gem&​auml;​lde,​ das dem Maler Caravaggio (1571-1610) zugeschrieben wird. Von dem Werk mit dem Titel &​quot;​Der Heilige Franziskus im Gebet&​quot;​ (Foto) gibt es zwei Versionen. Die andere befindet sich ebenfalls in Rom, in der Galleria Nazionale d'Arte Antica im Palazzo Barberini. Kunsthistoriker sind sich uneins, welches der Gem&​auml;​lde das Original und welches eine Kopie ist. </​font><​br /> +
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-Das Prachtst&​uuml;​ck schlechthin,​ dem ein ganzer Raum zugestanden wurde, ist ein Gem&​auml;​lde des meditierenden heiligen Franziskus. Das Bildthema allein ist nun nichts wirklich besonderes, auf vielen Werken ist der Heilige betend zu sehen, doch stammt es mit gro&​szlig;​er Wahrscheinlichkeit von keinem geringerem als Caravaggio h&​ouml;​chst pers&​ouml;​nlich,​ und das wiederum ist schon etwas Besonderes. Zwar ist die Forschung hinsichtlich der Zuschreibung zweigeteilt,​ doch weisen einige Details auf Michelangelo Merisis Hand hin, dessen wichtigste Auftraggeber allesamt Kapuziner waren und der in sehr engem Kontakt zu dem Orden stand. Man darf also gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht. Die Kapuziner jedenfalls sind von der Echtheit des Gem&​auml;​ldes &​uuml;​berzeugt.<​br /> +
-Der letzte Ausstellungsabschnitt befasst sich mit der Arbeit und den aktuellen Projekten der Kapuziner auf der ganzen Welt wie beispielsweise dem medizinisch-chirurgische Zentrum Sankt Damian in Madagaskar oder der Missionsstation im afrikanischen Benin. Seit mehr als einem halben Jahrtausend setzen sich die Kapuziner f&​uuml;​r die Schw&​auml;​chsten ein und wie die aktuellen Projekte zeigen, werden sie dies hoffentlich auch noch die n&​auml;​chsten f&​uuml;​nfhundert Jahre weiter tun. Das Museum der Kapuziner in Rom ist im Augenblick noch ein echter Geheimtipp und gemeinsam mit der Gruft gerade w&​auml;​hrend der hei&​szlig;​en Sommermonate eine k&​uuml;​hle und zugleich mehr als lohnende Abwechslung. <br /> +
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-Natalie Nordio <br /> +
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-[Quelle: Die Tagespost, 19. Juli 2012]</​div>​ +
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-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35