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Wallfahrt der INFAG Südtirol
Allmählich wird es Tradition, dass die „Region Südtirol der interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG)“ die Mitgliedsgemeinschaften und andere Interessierte einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Wallfahrt oder Wanderung einlädt. Waren es vor zwei Jahren die Besinnungswege in Taufers, Brixen und Naturns, die begangen wurden, voriges Jahr die Fahrt nach Padua und Camposampiero zum hl. Antonius, so führte der Weg heuer nach Sotto il Monte, dem Geburtsort des seligen Papstes Johannes XXIII.


Sotto il Monte

Schwestern und Brüder aus den verschiedenen Landesteilen versammelten sich am 27. Juni 2011 nach sieben Uhr in Bozen. Ordensleute und Mitglieder der FG formten zusammen eine kleine pilgernde Kirche, sich freuend, plaudernd, besinnlich und betend auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet.


Schwestern vor der Skulptur von P. Johannes XXIII. mit seiner Familie

Br. Josef Hofbauer OFM und Br. Anton Beikircher OFMCap teilten sich die Informationen und Anleitungen brüderlich auf. So tauchten alle in einen Hauch von Weltkirche ein, wenn sie der Lebensbeschreibung von Angelo Giuseppe Roncalli folgten und über den Sinn und die Inhalte verschiedener Konzilien informiert wurden. Vertieft wurde der Verlauf und die Folgen des II. Vatikanischen Konzils und wohl vielen wurde dabei erneut bewusst, dass es doch einiges wesentlich verändert hat, z. B. in der Liturgie, in der Sichtweise der Kirche und ihrer Aufgabe in der Welt von heute. Dabei erinnerten sich TeilnehmerInnen an den Religionsunterricht und die Feier der Sakramente vor dem Konzil.


Teile des Heimathauses von P. Johannes XXIII. - heute Museum

Als wir in Sotto il Monte, in der Nähe von Bergamo, ankamen, zeigte sich der Geburtsort des seligen Johannes XXIII. als ein von strahlender Sonne durchwobenes, kleines, bescheidenes, einfaches Dorf mit der alltäglichen Arbeit der Bewohner. Unser erster Weg führte uns von der alten Pfarrkirche zum Seminar der PIME (Pontificio Istituto Missioni Esteri), das hinter dem Geburtshaus des Seligen liegt. In der Kirche dort feierten wir gemeinsam die Eucharistie.


Die damalige Pfarrkirche, in der P. Johannes XXIII. getauft wurde und seine Primiz feierte

In der darauffolgenden Zeit schauten sich die WallfahrerInnen selber jeweils das an, was sie besonders interessierte. Um 14.00 Uhr trafen wir uns in der alten Pfarrkirche, wo Giuseppe Roncalli getauft wurde und die Primizmesse gefeiert hat. Dort konnten wir auch die Vorderseite des Sarkophags aus den vatikanischen Grotten finden in dem der Papst bis zu Seligsprechung beigesetzt war.

Marienwallfahrtsort „Madonna del Frassino“

Auf der Rückreise machten wir noch einen Abstecher zum Marienwallfahrtsort „Madonna del Frassino“ bei Peschiera del Garda.


Wallfahrtskirche "Madonna del Frassino"

Die kleine Marienstatue von ca. 15 cm im Baumstamm machte einen besonderen Eindruck (Bild links).

„Die Mutter Gottes hatte die Esche (den Frassino) als ihre Wohnung, neben einem malerischen kleinen See ausgewählt, um Mutter der Freundlichkeit und Lebensquelle zu sein.“ So lesen wir in der Beschreibung des Ortes.

Trotz ihrer Unscheinbarkeit wird sie als die „Königin des Gardasees – Regina del Garda“ bezeichnet.

Neben der kleinen Erscheinungskapelle beeindruckte auch das dazugehörige Kloster mit seinen Kapellen und Kreuzgängen.



Wohlbehalten und zufrieden, mit neuen Erfahrungen und Eindrücken und mit dem Wissen, dass wir eingebettet sind in die universelle Kirche, kehrten wir am Abend zurück. Möge der stille Friede und die Fülle der Menschlichkeit des „Papa buono“ weiterwirken in unserer Zeit.

Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34