Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

startseite_11_propheten [d.m.Y H:i] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +<​html><​br /> 
 +<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ 
 +<div class="​ueberschrift_1">​Prophetisches Netzwerk der Ordensleute</​div>​ 
 +<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Eines ist klar: So wie es ist, so kann und wird es nicht weitergehen. Das Ordensleben in Deutschland steht an einem Wendepunkt. Gemeinschaften werden &​auml;​lter und kleiner, Aufgabenfelder werden &​uuml;​ber- und aufgegeben. ​ Grund zur Resignation &ndash; oder zum Entwickeln neuer Visionen und Kr&​auml;​fte. <br /> 
 +<br /> 
 +Rund 20 Ordensleute aus verschiedenen Gemeinschaften trafen sich vom 11.-13. Februar 2011 im Bildungshaus Kloster Schwarzenberg der Franziskaner-Minoriten zu einem &​bdquo;​Prophetischen Netzwerk&​ldquo;,​ um ihre Visionen von einem Ordensleben der Zukunft miteinander zu teilen und zu n&​auml;​hren.</​div>​ 
 +<br /> 
 +<br /> 
 +<div class="​normaler_text"><​img height="​112"​ width="​150"​ alt=""​ class="​bild_links"​ src="/​seiten/​userfiles/​Prophet-Net-02.gif"​ />In Zeiten des Umbruchs sind Propheten gefragt. Und Gott schickt sie auch auf den Weg. Der Franziskaner-Minorit <font color="#​ff6600">​Br. Leopold Mader</​font>​ (Postulat- und Noviziatsleiter) zeigte auf, wie das geschehen kann. <br /> 
 +<br /> 
 +Zum Beispiel bei Mose. Worauf dieser sich nach seiner Gottesbegegnung im Dornbursch einlie&​szlig;,​ war alles andere als logisch oder vern&​uuml;​nftig. Gott schickte ihn aus, sein Volk aus der Sklaverei zu befreien. Doch Mose schien daf&​uuml;​r denkbar ungeeignet: Er musste sich aufgrund seiner Vergangenheit eigentlich versteck halten, war nicht sonderlich sprachgewandt und zudem schien dieser Befreiungsakt nach mehr als 400 Jahren Sklaverei mehr als unwahrscheinlich. Und doch: &​bdquo;​Hier entsteht prophetische Existenz&​ldquo;,​ so Br. Leopold, &​bdquo;​er geht einen Weg der nicht logisch, sondern translogisch ist.&​ldquo;​ Translogisch,​ das hei&​szlig;​t unter neuen Kausalgesetzen,​ die sich allein am Wort Gottes festhalten: Ich bin der Ich-bin-da. Alles beginnt mit dem Konditional:​ &​bdquo;​Herr,​ wenn du der bist, der von sich gesagt hat Ich-bin-da, dann muss es einen Weg geben.&​ldquo;​ Das galt f&​uuml;​r Mose und das galt auch f&​uuml;​r Abraham, mit dem Gott nicht weniger k&​uuml;​hne Pl&​auml;​ne hatte. So zog Abraham in gesetztem Alter los mit einer Verhei&​szlig;​ung,​ in eine Zukunft, die sich ihm erst auf dem Weg erschloss. Prophetisches Leben hat wenig mit Vernunft zu tun. Es ist ein Totalexperiment. Es bedeutet, die eingetretenen Pfade zu verlassen. <br /> 
 +Br. Leopold: &​bdquo;​So wird Gottes Name (Ich bin da) zum Stra&​szlig;​ennamen&​ldquo;​. <br /> 
 +<br /> 
 +<img height="​300"​ width="​400"​ alt=""​ src="/​seiten/​userfiles/​Prophet-Net-01(1).gif"​ /><br /> 
 +<br /> 
 +Keine Frage, dass diese Stra&​szlig;​e nicht nur den biblischen Gestalten galt, sondern auch die Stra&​szlig;​e in die Zukunft des Ordenslebens ist.  Die Steyler Missionsschwester <font color="#​ff6600">​Sr. Miriam Altenhofen</​font>​ (Leiterin der Deutschen Provinz) erarbeitete mit der Gruppe weitere Wesensmerkmale eines Propheten und brachte mit Martin Luther King auch ein Beispiel unserer Tage. Was machte ihn zum Propheten? In seiner ber&​uuml;​hmten Ansprache w&​auml;​hrend des Marsches auf Washington f&​uuml;​r Arbeitspl&​auml;​tze und Freiheit wagt er es nicht nur, Missst&​auml;​nde innerhalb der Gesellschaft zu verurteilen,​ sondern auch einen k&​uuml;​hnen Traum von einer besseren Welt ins Wort zu bringen. Seine Sehnsucht nach Freiheit f&​uuml;​r alle ist eine Botschaft des Lebens, die eng verkn&​uuml;​pft ist mit biblischen Vorstellungen des Gottesreiches. &​bdquo;​Es ist die Aufgabe von Propheten&​ldquo;,​ so Sr. Miriam, &​bdquo;​Unrecht zu benennen und Trost und Ermutigung zu schenken.&​ldquo; ​  ​Martin Luther widersetzte sich der Rassendiskriminierung &ndash; unsere Zeit ist gepr&​auml;​gt von &​auml;​hnlichen und anderen Herausforderungen:​ Migration, Globalisierung,​ Profitorientierung,​ Vers&​ouml;​hnung und Frieden. &​bdquo;​An uns liegt es, eine Gegenkultur zu bilden&​ldquo;,​ unterstrich Sr. Miriam die Rolle der Orden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden bedarf es immer wieder eines aufmerksamen H&​ouml;​rens auf Gott, das eigene Innere und die Wirklichkeit. Es bedeutet auch, wider den Wind zu stehen und echte von falschen Propheten zu unterscheiden (&​bdquo;​an ihren Fr&​uuml;​chten&​ldquo;,​ Mt 7,​16). ​ <br /> 
 +<br /> 
 +<img height="​112"​ width="​150"​ alt=""​ class="​bild_links"​ src="/​seiten/​userfiles/​Prophet-Net-03.gif"​ />Mit diesen Ausf&​uuml;​hrungen als Grundlage trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Gruppen, um &​uuml;​ber die gegenw&​auml;​rtige Situation der Orden ins Gespr&​auml;​ch zu kommen und darin den Anruf Gottes zu entdecken. Neben der Sorge um das, was zu Ende geht, schwang dabei auch viel Hoffnung und Zuversicht mit. Der Umbruch verleitet eben nicht nur zu Resignation,​ sondern setzt auch Kreativit&​auml;​t frei, die sich in vielen kleinen Ans&​auml;​tzen (Vernetzung,​ intensivere Kommunikation,​ Besinnung auf das Wesentliche,​ verst&​auml;​rkte Partizipation aller) bereits Bahn bricht. Die geistliche Dimension (sich ganz auf Gott verlassen, miteinander beten, seelsorgliche Kompetenzen in den Dienst nehmen lassen) r&​uuml;​ckt wieder st&​auml;​rker in den Vordergrund. ​ <br /> 
 +<br /> 
 +Auch das &​bdquo;​prophetische Netzwerk&​ldquo;​ selbst ist ein Ansatz, der Hoffnung macht. Hier entstand eine Plattform, bei der Ordensmenschen verschiedener Gemeinschaften und Generationen unabh&​auml;​ngig von Ausbildungsstufe oder (Leitungs-)Aufgabe miteinander ins Gespr&​auml;​ch kamen &ndash; und auch weiterhin im Gespr&​auml;​ch bleiben wollen. ​   <br /> 
 +<br /> 
 +Michaela Leifgen SSpS</​div>​ 
 +<br /> 
 +<hr size="​2"​ width="​100%"​ /> 
 +<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34