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Zukunft gestalten aus Gottes Hand
Die Franziskaner Missionsschwestern sind eine Kongregation von etwa 800 Schwestern mit Schwerpunkt Südamerika, von denen 70 in Europa leben. Beim Provinzkapitel wurde eine neue Provinzleitung gewählt.


Vor einem halben Jahr hat die Provinzleitung die Feier des Provinzkapitels für den 13. März 2011 bis 18. März 2011 angekündigt. Als Leitgedanke begleitete uns folgender Satz: Zukunft gestalten aus Gottes Hand, in Glaube, Hoffnung und Liebe.

Es waren wieder fünf Jahre seit dem letzten Kapitel vergangen und es sollte das Leben in der Provinz überdacht und beurteilt, und auch eine neue Provinzleitung gewählt werden. Nach dieser langen Vorbereitungszeit mit intensivem Gebet, Studium und Reflexion hat am 13. März 2011 das Provinzkapitel begonnen.
Unsere Generaloberin, Schwester Maria Elisa Hincapié aus Kolumbien, führte den Vorsitz im Kapitel. Sie war begleitet von der Generalrätin, Sidonia Weschenfelder, einer Schwester aus Brasilien mit deutscher Abstammung.

Am Sonntag, den 13. März, waren 16 Schwestern versammelt und wir begannen mit einem Lied zum Hl. Geist dieses feierliche Geschehen zum Wohl der Provinz und sicher auch als kirchliches Ereignis. Es wurde die Kapitelordnung und die Agenda zur Kenntnis genommen und approbiert. Mit einer kurzen Ansprache eröffnete die Generaloberin offiziell das Kapitel. In unserer Hauskapelle sprach uns gut sichtbar das Geistsymbol an mit folgenden Worten: Gemeinsam auf dem Weg, begleitet durch den heiligen Geist.

Zum Arbeitsbeginn an jedem Tag, hatte eine Besinnungszeit ihren festen Platz, wo uns die Worte der Hl. Maria Bernarda ansprachen oder wir erbaten Kraft vom Hl. Geist. Die ersten Tage waren den verschiedenen Berichterstattungen gewidmet, um den Jetztzustand der Provinz darzustellen. Wir freuten uns über das viele Gute, das Bemühen und über die Erfolge der vergangenen fünf Jahre. Wir hielten dies fest, um darauf auch in Zukunft weiterzubauen. Auch Mängel und Schwierigkeiten wurden genannt und in die Arbeiten einbezogen.

Vom Generalrat bekamen wir die Optionen des Generalkapitels vorgegeben: „Die Beziehung zum dreifaltigen Gott“ - „Die Beziehung zu uns selber – Berufung“ - Die Beziehung zu den anderen – Gemeinschaft und Gesellschaft“ und „Die Beziehung zur Schöpfung und den materiellen Gütern“. Auf diese vier Beziehungen haben wir unsere Arbeiten und die Kapiteldokumente aufgebaut.

Der vierte Tag hatte einen ganz besonderen Charakter – er war der Wahl der neuen Provinzleitung gewidmet. Den Vormittag hatten wir als Besinnungs- und Einkehrtag reserviert. Dekan Paul Solomon begleitete uns und gab Anleitungen dazu. Er feierte mit uns die Eucharistie mit der Bitte an den Hl. Geist um Erleuchtung für die nötigen Entscheidungen.

Als neue Provinzleitung dürfen wir folgende Schwestern vorstellen und wünschen ihnen reichen Segen Gottes auf ihrem neuen Weg.
Sr. Rita Eugster – Provinzoberin - Religionslehrerin - Pfarrarbeit in Laterns
Sr. Luzia Moser – Provinzvikarin – zur Zeit in Gaissau – Organistin
Sr. Angela Fink – Provinzrätin – bis jetzt Provinzökonomin
Sr. Andrea Lang - Provinzrätin – Gemeinschaft – Gaissau
Sr. Reintraud Geser – Provinzrätin – Gemeinschaft-Maria Hilf – St. Gallenkirch


Die neue Provinzleitung v.l.n.r.: Sr. Luzia Moser – Provinzvikarin,
Sr. Rita Eugster – Provinzoberin, Sr. Reintraud Geser – Provinzrätin,
Sr. Andrea Lang – Provinzrätin, Sr. Angela Fink – Provinzrätin


Am Donnerstag und Freitag fragten wir uns nach der Ausrichtung unserer Mitarbeit in der Kirche, der Kongregation und in der Provinz. Jeder neue Weg bringt auch Unbekanntes mit sich, es wird sicher manche Veränderungen geben, sie sollen uns neu beleben und in der Provinz einen tiefen, neuen Geist wehen lassen.

Am Freitag wurde das Provinzkapitel offiziell beendet. Als Abschluss feierte Pf. Herbert Spieler mit uns Eucharistie und seine recht persönlichen Worte mögen die Schwestern der neuen Provinzleitung begleiten und mit Mut erfüllen; aber auch den Dank an den scheidenden Provinzrat aussprechen. Er zeigte uns einen Gott, der nahe ist, einen Gott, der uns sucht, einen Gott, den wir suchen sollen und einen Gott, der uns immer begleitet. Wir hatten uns vorgenommen, dieses Kapitel wirklich als Fest zu feiern, es ist uns weitgehend auch gelungen. Dafür möchten wir Gott unseren Dank aussprechen und uns mit IHM auf den Weg machen.

Sr. Edelburga Meraner

Weitere Informationen unter: www.fmmh.org

Gründung

Mutter Maria Bernarda Bütler (1848–1924) war Oberin des Kapuzinerinnenklosters Maria Hilf in Altstätten in der Schweiz. Sie und ihre sechs Ordensschwestern reisten 1888 auf Ermunterung des Kapuzinerprovinzials der Provinz Nordamerika mit einem päpstlichen Indult in die ecuadorianische Stadt Chone, um dort als Missionarinnen ein Kloster zu gründen. Durch das Wirken Mutter Maria Bernardas entwickelte sich das Kloster zu einem eigenständigen Missionskongregation mit mehreren Klöstern unter dem Namen «Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf» mit Gründungen in Ecuador, Kolumbien, Brasilien und einer europäischen Ordensniederlassung in Gaissau/Österreich in der Nähe zu Altstätten.

Der Hauptsitz der Kongregation musste 1895, als die Eigentümer und Institutionen der katholischen Kirche in Ecuador verstaatlicht wurden, fluchtartig nach Cartagena, Kolumbien, verlegt werden. Die Kongregation stand bis 1924 unter der Leitung von Mutter Maria Bernarda Bütler. Durch ihre Wirkung blühte das christliche Leben überall an den Tätigkeitsorten der Franziskaner-Missionsschwestern auf. Die Kongregation wurde 1938 durch Papst Pius XI. offiziell anerkannt. Maria Bernarda wurde 1995 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen und 13 Jahre später im Jahre 2008 durch Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Franziskaner-Missionsschwestern_von_Maria_Hilf


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34