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Ausstellung „Franziskus – Licht aus Assisi“ feierlich eröffnet
Mit einem Festakt in der Aula der Kaiserpfalz wurde am Freitag, 9. Dezember 2011, die neue kunst- und kulturhistorische Ausstellung „Franziskus – Licht aus Assisi“ im Erzbischöflichen Diözesanmuseum eröffnet.

Das Lebenszeugnis des heiligen Franziskus sei kein totes museales Erbe, vielmehr wirke franziskanische Spiritualität auch heute in der Welt, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker, Schirmherr der Ausstellung, zu den rund 300 Gästen.

Die Schau zu Franziskus von Assisi und den franzis-kanischen Ordensgemeinschaften ist vom 9. Dezember 2011 bis zum 6. Mai 2012 im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und dem Paderborner Franziskaner-kloster zu sehen.
Den Festvortrag hielt Pater Professor Dr. Johannes-Baptist Freyer OFM von der Päpstlichen Universität Antonianum in Rom.


Erzbischof Hans-Josef Becker ist Schirmherr der Paderborner Ausstellung.



In der gegenwärtig zu erlebenden Umbruchphase der Kirche könne die Rückbesinnung auf den Geist des heiligen Franziskus, darauf, was er vorlebte und lehrte, hilfreich sein, sagte Erzbischof Becker. Es komme darauf an, die „franziskanische Möglichkeit“ und ihr Potential zu entdecken und zu aktivieren. „Ihr liegt die Einsicht zugrunde, dass der Mensch zur Freiheit aufgerufen ist, die in der Demut und der freiwilligen Bescheidung gründet.“ Diese erwachse der gelebten Nachfolge Jesu Christi, so Erzbischof Becker. „Nur so können wir für unser Leben die Gabe des unermesslichen Friedens – pax et bonum – gewinnen, dessen ganze Fülle uns einmal im himmlischen Jerusalem erwartet.“

Im Erzbistum Paderborn habe es eine Reihe von Jubiläen gegeben, „die die besondere Ausstrahlung des Mannes aus Assisi durch die Jahrhunderte und bis in unsere Zeit vital unter Beweis stellen“, so Erzbischof Becker weiter. Seit 350 Jahren sei das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in Werl das Ziel von Prozessionen und Wallfahrten, tausende Gläubige suchten die Madonna Jahr für Jahr zu Gebet und Fürbitte auf, konkretisierte der Paderborner Erzbischof. „Seit dem 19. Jahrhundert in der Obhut der Franziskaner ist Werl bis heute der bedeutendste Marienwallfahrtsort in unserem Erzbistum und wirkt weit darüber hinaus.“ Mit dem Franziskanerkonvent im Herzen der Stadt Paderborn und dem seit 1926 bestehenden Klarissenkonvent sei eine Ausstellung, die sich der Person des Heiligen Franziskus und der Geschichte der großen franziskanischen Ordensfamilie widme, „gut verortet“, sagte Erzbischof Becker.


Pater Professor Dr. Johannes-Baptist Freyer OFM sprach zum Thema „Der beflügelte Franziskus: wie Einfalt und Einfachheit die Welt beflügeln“.

Pater Professor Dr. Johannes-Baptist Freyer OFM von der Päpstlichen Universität Antonianum in Rom hielt den Festvortrag zum Thema „Der beflügelte Franziskus: wie Einfalt und Einfachheit die Welt beflügeln“. Franziskus sei kein Mann der Vergangenheit, kein Mann der Gegenwart, vielmehr ein Mann der Zukunft, denn wenn die Menschheit überleben wolle, müsse sie wie Franziskus werden, zitierte der Franziskaner eine Filmregieseurin. Franziskus verweigere sich einer Verklärung der Vergangenheit, er sei bedeutsam für die Zukunft: „Franziskus entzieht sich jeder Festlegung, er beflügelt und inspiriert, er eröffnet neue Horizonte einer zukünftigen Welt. In seiner demütigen Einfachheit beflügelt Franziskus Menschen, neue Horizonte anzustreben“, sagte Pater Freyer OFM.
Seine „arglose, gutmütige Einfachheit“ erinnere an die eigene innere Beschaffenheit. „Franziskus zeigt uns, was aus der Welt noch alles Gutes werden kann, sofern wir uns wie er Gott öffnen“, sagte der Professor der Päpstlichen Universität Antonianum weiter. Der Heilige aus Assisi verweise auf das göttliche Licht, von dem sich alle Menschen nähren könnten. Das Urcharisma, das authentische Charisma des Franziskus, sei je neu zu finden und zu entdecken. Notwendig sei eine Rückkehr zur ursprünglichen Einfalt und Einfachheit „des Armen aus Assisi“. Diese Einfalt und Einfachheit des franziskanischen Ursprungs habe viel Schönes und Wertvolles hervorgebracht, sagte Pater Freyer OFM.
Es gelte, im Armen das Schöne zu entdecken, im Einfachen das Wertvolle und Bedeutsame. Zum franziskanischen Ursprung gehöre die Sendung in alle Welt, so Pater Freyer OFM weiter. Franziskus sei Modell für die Verkündigung des Evangeliums. Der Heilige aus Assisi werde selbst zum Medium der Verkündigung, da in seinem Leben das Leben und der Geist Jesu Christi aufscheine. In ihr zeige sich eine universale Offenheit, sie gelte der ganzen Welt. „Möge der beflügelte Franziskus, auch durch die Paderborner Ausstellung, Bote, Engel einer von Gott geschenkten Zukunft sein“, sagte Pater Professor Dr. Johannes-Baptist Freyer OFM zum Abschluss seines Vortrags.


V.l.n.r.: Pater José Rodriguez Carballo OFM (Generalminister der Franziskaner), Erzbischof Hans-Josef Becker, Pater Professor Dr. Johannes-Baptist Freyer OFM hielt den Festvortrag, Generalvikar Alfons Hardt, Pater Christophorus Goedereis OFMCap. (Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz), Br. Thomas Freidel OFMConv. (Pilgerseelsorger am Sacro Convento von Assisi).

Rund 300 Gäste nahmen am Festakt zur Eröffnung der Ausstellung „Franziskus – Licht aus Assisi“ in der Kaiserpfalz teil. In ihren Grußworten betonten Pater José Rodriguez Carballo OFM, Generalminister der Franziskaner, Pater Christophorus Goedereis OFMCap., Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Br. Thomas Freidel OFMConv., Pilgerseelsorger am Sacro Convento von Assisi, und Heinz Paus, Bürgermeister der Stadt Paderborn, die Bedeutung der Paderborner Ausstellung „Franziskus – Licht aus Assisi“.

Franziskus sei eine Persönlichkeit von heute, voller Aktualität, sagte der aus Rom angereiste Generalminister der Franziskaner. Diese Aktualität des Franziskus stamme aus seinem Leben des Evangeliums. Er wünsche, dass Ausstellungsbesucher dem „lebendigen und präsenten Franziskus begegnen“, so Pater José Rodriguez Carballo OFM.
„Wir freuen uns, dass die Geschichte und das Charisma von Franziskus so faszinierend und eindrucksvoll ins Licht gesetzt wird“, sagte der Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz im Blick auf die Ausstellung. Das Franziskus-Charisma habe von Anfang an begeisternd gewirkt und Menschen geprägt. Die Schau über den Ordensgründer und die franziskanischen Ordensgemeinschaften möge sein Charisma weiter leuchten lassen, wünschte Pater Christophorus Goedereis OFMCap..

„Durch die Ausstellung mögen sich viele Menschen einladen lassen, in die Fußstapfen von Franziskus zu treten und sich vom franziskanischen Geist inspirieren lassen“, so Bruder Thomas Freidel OFMConv. aus Assisi.
Die Schau „Franziskus – Licht aus Assisi“ habe Bedeutung für Paderborn und weit über die heimische Region hinaus, sagte der Bürgermeister der Stadt Paderborn, Heinz Paus. „Ich wünsche, dass sich die Besucher vom Leben und Denken des Heiligen Franziskus, von seinem Licht inspirieren lassen.“

Link zum Video von der Ausstellungseröffnung

Neben den Grußworten und dem Festvortrag von P. Johannes B. Freyers OFM zeigt es auch Impressionen von der Ausstellung im Museum: www.youtube.com

 

Quelle: www.erzbistum-paderborn.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22