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Klarissen in Spanien
Hätte Klara bei ihrer Flucht am Palmsonntag 1211 geahnt, welche Kreise ihre Berufung einmal ziehen würde? In Spanien gibt es heute über 200 Klarissengemeinschaften, die der Klararegel folgen. Allein in Teresas Avila finden sich drei von ihnen.


Br. Niklaus Kuster ofmcap hat nach der diesjährigen Hochschulwoche in Madrid einen fünftägigen Intensivkurs mit den Klarissen der Estremadura begleitet. Fünfzig Schwestern nahmen vital und dynamisch daran teil: mit Laptops im Kursraum, Musicals und Filmen zu Klara im Gepäck und Trommeln in den Gottesdiensten.


Arbeitspause – Schwestern umscharen den Bruder

Eine schöne Zahl dieser Schwestern zählt noch keine dreißig Jahre. Viele ihrer Gemeinschaften sind kulturell gemischt: Spanierinnen, Schwestern aus Afrika und Südamerika, vereinzelte aus Osteuropa leben in kleineren Konventen von fünfzehn oder größeren von bis zu vierzig Klarissen zusammen. Südamerika hat zu viele Berufungen und in Afrika verweigern einige Bischöfe die Gründung kontemplativer Gemeinschaften aus wirtschaftlichen Gründen. Beides eröffnet dem Zweiten Orden in Spanien neue Zukunftschancen. Wenn die Prognose von Br. Paolo Martinelli, Professor an der Universität Antonianum in Rom und Leiter des Spiritualitätsinstituts, zutrifft, dass „interkulturelle Gemeinschaften“ dem Ordensleben eine neue Zukunft eröffnen, sind Spaniens Klarissen auf einem verheißungsvollen Weg: Martinelli spricht nicht von einem „multikulturellen“ Nebeneinander, sondern von einem interkulturellen Miteinander.

Die folgenden Impressionen zeigen das Zusammenspiel der Kulturen am Kurs der Föderation Bética in Badajoz.



Perú, Kenya und Spanien trommeln gemeinsam


Afrikanische Schwestern sichten Fotos im Laptop des Bruders


Tanz unter Palmen vor dem Mittagessen


Gruppenarbeit interkulturell

Br. Niklaus Kuster


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22