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Friedenssonntag
am 22. Mai 2011
Ihren Abschluss findet die Dekade zur Überwindung von Gewalt in der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation, an der rund 1 000 Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Organisationen und Netzwerken sowie Repräsentanten anderer Religionen teilnehmen werden. Diese Versammlung vom 17. bis zum 25. Mai 2011 in Kingston/Jamaika steht unter dem Motto „Ehre sei Gott und Friede auf Erden“.
Die Zusammenkunft soll einen „Ökumenischen Aufruf zum gerechten Frieden“ auf den Weg bringen.

In den Kirchen in Deutschland wie in allen anderen Mitgliedskirchen des ÖRK sind Gemeinden, Initiativen, Friedensgruppen und Netzwerke eingeladen, sich auf verschiedene Weise an diesem Prozess zu beteiligen – etwa durch eigene Friedenserklärungen, Bibelarbeiten, Andachten, Gottesdienste, das Theaterstück „Feindberührung 2.0“ und Ideen für ein Gemeindefest.


Was ist eine Konvokation?

Eine Konvokation ist historisch und kirchenpolitisch zwischen einer ökumenischen Konferenz und einem ökumenischen Konzil einzuordnen (in Anlehnung an die ökumenische Versammlung Seoul 1990). Theologisch steht die Friedenskonvokation für die gemeinsame Berufung und das gemeinsame Zeugnis für den Frieden im Sinne des Konziliaren Prozesses, der gelingenden Frieden immer nur in Verbindung mit Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sieht. Daher sollte die Friedenskonvokation auch in den Ortsgemeinden möglichst ökumenisch vorbereitet und begleitet werden.

Die vier Themenfelder
• Friede in der Gemeinschaft (Peace in the Community)
• Frieden mit der Erde (Peace with the Earth)
• Frieden in der Wirtschaft (Peace in the Marketplace)
• Frieden zwischen den Völkern (Peace among the Peoples)



Friedenssonntag

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat den Sonntag der Friedenskonvokation (22.05.) als „Friedenssonntag“ ausgerufen.


Gottesdiensthilfe: Download (pdf)

Tag für den Frieden - Gebete und Lieder: Download (pdf)



Gebet für den Frieden - Sonntag, 22. Mai 2011

Das folgende Gebet aus der Karibik soll am Friedenssonntag in allen Gemeinden gesprochen werden:

Gott des Friedens und Gott aller Möglichkeiten, Schöpfer, Erlöser und Erhalter: Wir kommen zu Dir und bitten Dich einmal mehr um Erbarmen, um Vergebung und um einen neuen Anfang.

Wir bitten Dich durch Deinen Heiligen Geist: Verpflichte uns, den Frieden zu tun. Hilf uns, unser eigenes Leben immer wieder zum Ausgangspunkt für den Frieden zu machen. Lass uns mit Dir gemeinsam dem Frieden eine Chance geben, so dass wir eine Welt schaffen in der Frieden unsere Berufung und unsere Bestimmung ist. Schenke uns Weisheit und Mut für unser Handeln: Die Weisheit zu unterscheiden, was dem Frieden dient, und den Mut, Dir in Treue und Gehorsam zu dienen.

Wir bitten Dich: Dona nobis pacem, gib uns Frieden.

Gott des Friedens und Gott aller Möglichkeiten, mach uns zu Werkzeugen Deines Friedens, bei der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation und überall in der Welt, damit wir Deinen Willen erfüllen und dadurch dem Frieden eine Chance geben. Das bitten wir im Namen dessen, der im Dienst des Friedens steht, Jesus Christus, unser Herr und Erlöser. Amen.


Jamaika und die Vision vom gerechten Frieden

»Sind Sie sicher, dass Sie nach Kingston fliegen wollen?«, fragte mich der Reisebüroleiter vorsichtig am Telefon, als ich einen Flug nach Kingston (Jamaika) buchen wollte. Tummeln sich die Touristinnen und Touristen eher in der Montego Bay bei Reggae, Rum und karibischen Sonnenuntergängen, macht die Hauptstadt Kingston durch ein hohes Maß an Gewalt und Kriminalität von sich reden.

Und genau dort wird vom 17. bis 25. Mai 2011 die Internationale Ökumenische Friedenskonvokation stattfinden. Es ist die größte Friedensversammlung in der Geschichte des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), zu der rund 1.000 Christinnen und Christen aus allen Ländern der Welt erwartet werden.
Die Versammlung steht unter dem Motto »Ehre sei Gott und Friede auf Erden« und ist das »Erntefest« der Dekade zur Überwindung von Gewalt, die seit 2001 die Friedensarbeit in den ÖRK-Mitgliedskirchen stärkt und vernetzt.

In Bibelarbeiten, Andachten, Workshops und Plenarsitzungen werden sich die Teilnehmenden mit vier Themenbereichen beschäftigen: Friede in der Gemeinschaft, Friede mit der Erde, Friede in der Wirtschaft und Friede zwischen den Völkern. Die Delegierten der Mitgliedskirchen werden in Jamaika eine Einladung, als Kirchen den Weg des gerechten Friedens zu gehen, entgegennehmen. Diese soll dann in die Heimatkirche getragen und verbreitet werden. Am Sonntag, den 22. Mai 2011 soll weltweit in den Gottes-diensten die Verbundenheit mit der Friedensversammlung in Kingston gefeiert werden.

Martina Basso
(Pastorin der Berliner Mennoniten-Gemeinde und Leiterin des Mennonitischen Friedenszentrum Berlin)

Nähere Informationen zur Ökumenischen Friedenskonvo-kation unter: www.gewaltueberwinden.org


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22