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Museum zur
Hl. Elisabeth in Damp
Bilder, Bücher, Briefmarken, Kerzen, Becher, Medaillen, figürliche Darstellungen: Die Heilige Elisabeth von Thüringen regt die Fantasie ihrer Bewunderer bis heute an. Das alles lässt sich derzeit im Badeort Damp an der Ostsee betrachten.


Seit sechs Jahren wächst hier in den Gemeinderäumen der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde dieses Museum der besonderen Art. Mittlerweile etwa 1 500 Ausstellungsstücke rund um die Volksheilige sind hier versammelt. Dicht gedrängt stehen die Sammlerstücke nebeneinander, sind in Schubladen sortiert und in Glasvitrinen präsentiert. Zum Anfassen, wie ein Album, in dem man blättert, lädt dieses. kleine, aber feine Museum den Besucher ein, sich ein eigenes Bild von der Heiligen Elisabeth zu machen.
Georg Hillenkamp, katholischer Kur- und Urlauberseelsorger in Damp, hat diese Ausstellung 2005 initiiert. Er ist fasziniert von der Elisabeth-Legende. Der bärtige Mann von der Waterkant erinnert sich: „Damals haben wir in der Tourismusseelsorge Künstler gebeten, etwas zu Heiligengestalten zu machen. Bei uns war es die Heilige Elisabeth.“

Aus ersten Anregungen und Gegenständen wuchs die Sammlung zu einem Bild weltweiter Elisabeth-Verehrung. Fundstücke von Flohmärkten, Geschenke von bekannten und anonymen Spendern und Ersteigerungen auf der Internetplattform Ebay brachten etwas ins Rollen, über das Hillenkamp noch heute staunt: „Wir haben hier Stücke aus der ganzen Welt zusammengetragen. Briefmarken von den Niederländischen Antillen, Gemälde aus Österreich oder einen Bildband aus Ungarn.“ Die Heilige Elisabeth, so Hillenkamp, bewegt Menschen in Krisenzeiten. Als Kurseelsorger, der täglich mit Menschen zu tun hat, die aufgrund einer Krankheit aus der Bahn geworfen werden, macht er berührende Erfahrungen. Die Ausstellung ist für sie ein Anlass, mit dem Seelsorger ins Gespräch zu kommen. „Da sind Bilder, die erinnern mich an meine Kindheit“, sagen viele. Andere interessieren sich für den historischen Aspekt und wollen mehr wissen über die mittelalterliche Figur der Elisabeth. Immer wieder taucht die Legende vom Rosenwunder auf, die für tätige Nächstenliebe steht. Georg Hillenkamp: „Vielleicht sagt unser· Museum weniger über die Heilige Elisabeth als über die Menschen etwas aus, die sich mit ihr beschäftigen.“

Ein Stück Glaubensgeschichte ist hier versammelt. Das älteste Ausstellungsstück ist eine Schrift aus dem 15. Jahrhundert. Eine originelle Darstellung ist auf einer Kinderwiege aus dem Jahr 1946 zu finden. Überraschend ist das wenige Zentimeter große Stollwerk-Schokoladen Papier aus dem Jahr 1907. Darauf ist im Miniformat die Elisabeth-Legende erzählt. Auch eine Elisabeth-Reliquie beherbergt das kleine Museum. Ergänzt wird die Sammlung mit umfangreicher populärer, wissenschaftlicher und künstlerischer Literatur über die Heilige. Elisabeth hat etwas mit dem Leben vieler Menschen zu tun, auch heute noch.

St. Elisabeth, Georg Hillenkamp,
Seeuferweg 6, 24351 Damp,
Telefon: (04352) 912160;
Mobil: (0170) 3648699;
Email: tourismusseelsorge@web.de
www.heilige-elisabeth-damp.de


Das Museum ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und nach Absprache geöffnet.

Ulla Evers

Quelle: Die Tagespost, 30.07.2011


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