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-<div class="​ueberschrift_1">​Brief von Provinzial-minister John O&​rsquo;​Connor zum Tod von Osama bin Laden</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Seitdem in der Nacht vom 1. Mai 2011 der Tod von Osama bin Laden bekannt gegeben wurde, hat die amerikanische Bev&​ouml;​lkerung vielf&​auml;​ltige Reaktionen erfahren und zum Ausdruck gebracht, vor allem Erleichterung,​ Euphorie, Furcht und Hoffnung. <br /> +
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-In einem an die Br&​uuml;​der der Holy-Name Provinz gerichteten Brief empfiehlt die Provinzleitung in New York eine unaufgeregte Reflexion dieses Geschehens im Licht des christlichen Glaubens. Provinzialminister John O&​rsquo;​Connor OFM ruft dazu auf, sich das Wort Gottes in Erinnerung zu rufen: &​bdquo;​Freu dich nicht &​uuml;​ber den Sturz deines Feindes, dein Herz juble nicht, wenn er strau-chelt,​ damit nicht der Herr es sieht und missbilligt und seinen Zorn von ihm abwendet&​ldquo;​.</​div>​ +
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-<div class="​normaler_text">​Br&​uuml;​der und Schwestern, ​  <​br /> +
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-<img height="​169"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​Br_-John-Connor(1).gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ />die aufr&​uuml;​ttelnde Nachricht vom Tod Osama bin Ladens wurde in unserer Nation und in der ganzen Welt mit h&​ouml;​chster Aufmerksamkeit aufgenommen und hat starke und h&​ouml;​chst unterschiedliche Emotionen wachgerufen. Wir Franziskaner sind aufgerufen, innezuhalten und im Geiste des Gebetes zu bedenken, was nach Gottes Willen unser Auftrag angesichts dieses Todes sein k&​ouml;​nnte. ​   <br /> +
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-Wie bei so vielen Menschen, wird auch unsere erste, sehr menschliche Reaktion ein Gef&​uuml;​hl der Erleichterung gewesen sein. Die todbringenden Terrorangriffe vom 11. September 2001 sind noch immer tief in unserem Bewusstsein und im Ged&​auml;​chtnis unserer Nation verwurzelt. Diese Bilder unserer Erinnerung erzeugen nicht nur Zorn, sondern auch Furcht und Bedr&​uuml;​ckung angesichts der Bedrohung, die &​uuml;​ber dem menschlichen Leben schwebt. <br /> +
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-Am 11. September haben wir auch einen unserer Br&​uuml;​der verloren, Michal Jude OFM; auch viele Menschen, unter denen wir t&​auml;​tig sind, beklagen den Tod von Angeh&​ouml;​rigen und Freunden, die zu Opfern des Angriffs wurden. ​  Seit 2001 leiden wir unter dem Verlust geliebter Menschen, aber auch unter der d&​uuml;​steren und furchterregenden Ungewissheit,​ die seit dem 11. September herrscht: Werden wir erneut angegriffen werden? In vielfacher Weise ist Osama bin Laden zur Verk&​ouml;​rperung unserer &​Auml;​ngste geworden. <br /> +
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-Die Nachricht von seinen Tod mag schon ein durchaus verst&​auml;​ndliches Gef&​uuml;​hl einer befreienden Erleichterung hervorgerufen haben, ein Gef&​uuml;​hl oder zumindest eine Hoffnung, dass nun alles besser wird. Eine solches Gef&​uuml;​hl der Erleichterung verschafft sich zun&​auml;​chst einmal Ausdruck in &​Auml;​u&​szlig;​erungen der Freude. Aber wenn wir uns als Christen ehrlich &​uuml;​ber uns selbst Rechenschaft geben, dann ist uns auch nicht wohl angesichts einer Freude, die ihren Grund im Tod eines anderen Menschen hat &ndash; auch wenn es jemand ist, den wir als unseren Feind ansehen. Ist nicht dieses Gef&​uuml;​hl des Unwohlseins ein Gewissensbiss,​ der uns als Menschen, die ihr Leben auf das Evangelium gr&​uuml;​nden,​ als &​ouml;​sterliche Menschen daran erinnert, dass wir alle von Gott eine gr&​ouml;&​szlig;​ere Berufung haben? ​  Das Wort Gottes ermahnt uns: &​bdquo;​Freu dich nicht &​uuml;​ber den Sturz deines Feindes, dein Herz juble nicht, wenn er strauchelt, damit nicht der Herr es sieht und missbilligt und seinen Zorn von ihm abwendet&​ldquo;​. (Buch der Sprichw&​ouml;​rter,​ Kapitel 24, 17 &ndash; 18). <br /> +
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-Also, wenn wir &​uuml;​ber diesen Vorgang nicht frohlocken sollen, wozu ruft Gott uns auf?   In dieser &​ouml;​sterlichen Zeit werden wir daran erinnert, dass alles Gute, auf das wir unsere Hoffnung richten, sogar die &​Uuml;​berwindung des Todes selbst, durch Gottes Liebe und Erbarmen erm&​ouml;​glicht wird. Die Worte, die der Auferstandene an seine J&​uuml;​nger richtet: &​bdquo;​Friede sei mit euch&​ldquo;,​ sind eine Einladung an uns, zu bedenken, dass Osama bin Laden, wie viel B&​ouml;​ses er auch getan haben mag, dennoch ein geliebtes Kind Gottes war. Ja, so ist es! Wenn Gott auch niemals die hasserf&​uuml;​llten Taten bin Ladens guthei&​szlig;​en w&​uuml;​rde,​ so hat er ihm aber auch nie seine Liebe entzogen. Diese ern&​uuml;​chternde Wahrheit des Evangeliums ist ein Aufruf an uns, unsere Anstrengungen zu verst&​auml;​rken,​ Konflikte auf allen Ebenen unseres eigenen Lebens zu l&​ouml;​sen:​ pers&​ouml;​nliche,​ politische und soziale Konflikte. <br /> +
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-Die Tatsache, dass Osama bin Laden get&​ouml;​tet wurde, bedeutet, dass es &ndash; zumindest in diesem Fall und in diesem Leben &ndash; keine M&​ouml;​glichkeit der Auss&​ouml;​hnung mit einem &​bdquo;​Feind&​ldquo;​ mehr gibt. Was uns nun bleibt, ist zu bedenken, mit welchen Menschen in unserem Leben wir zusammen noch einen Weg einen Weg zur Vers&​ouml;​hnung finden k&​ouml;​nnen. ​  <​br /> +
-Die Reflexion &​uuml;​ber diesen entscheidenden Zeitpunkt in unserem Land sollte uns auch zum Gebet f&​uuml;​hren. Wir beten f&​uuml;​r Osama bin Laden, f&​uuml;​r seine Familie und f&​uuml;​r alle, die unter seiner F&​uuml;​hrung standen, dass seine T&​ouml;​tung nicht dazu f&​uuml;​hren m&​ouml;​ge,​ dass ihre Herzen sich verh&​auml;​rten und dass sie Rache suchen. Wir beten f&​uuml;​r uns selbst, dass sein Tod weder dazu f&​uuml;​hren m&​ouml;​ge,​ dass wir im Freudentaumel bleiben, noch dazu, dass unsere eigenen Herzen sich verh&​auml;​rten. ​  ​Sodann sind wir auch alle aufgerufen, unsere Anstrengungen zu verdoppeln, friedliche L&​ouml;​sungen internationaler und nationaler Konflikte zu erreichen, unsere Regierungen dazu zu bringen, auf dauerhaften Frieden hinzuwirken in Afghanistan,​ Irak, Libyen, Israel und Pal&​auml;​stina,​ Sudan, Kongo und in anderen vom Krieg heimgesuchten L&​auml;​ndern. <br /> +
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-Als Franziskaner sind wir uns in besonderer Weise bewusst, dass Vers&​ouml;​hnung zerbrochene menschliche Beziehungen heilen kann &ndash; und das muss f&​uuml;​r uns als Franziskaner eines unserer gr&​ouml;&​szlig;​ten Anliegen sein.  Schlie&​szlig;​lich sind wir dazu aufgerufen, in unserem eigenen Leben alles uns M&​ouml;​gliche zu tun, uns mit denen auszus&​ouml;​hnen,​ mit denen wir in einem Konflikt stehen. Vielleicht ist dies auch eine Einladung zu einem intensiveren interreligi&​ouml;​sen Dialog. Wir d&​uuml;​rfen keine Gelegenheit zur Auss&​ouml;​hnung ungenutzt verstreichen lassen. ​  ​Ostern erinnert uns daran, dass Vers&​ouml;​hnung immer m&​ouml;​glich ist auf der Grundlage der unverbr&​uuml;​chlichen Liebe unseres Gottes, der uns immer zugewandt bleibt. Wir beten darum, dass wir nie die Hoffnung verlieren m&​ouml;​gen und dass wir das Vertrauen und die Offenheit haben m&​ouml;​gen,​ mit allen anderen Menschen guten Willens einen gemeinsamen Weg zu finden.<​br /> +
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-Wir legen euch diese Gedanken in Demut vor, und in der Zuversicht, dass uns mehr und gr&​ouml;&​szlig;​eres geschenkt wird, als wir uns vorstellen k&​ouml;​nnen,​ wenn wir der Einladung folgen, die Liebe Gottes nachzuahmen,​ die er uns im Tod und in der Auferstehung Christi geoffenbart hat.   <​br /> +
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-Der Herr gebe euch Frieden. ​  <​br /> +
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-John O&​rsquo;​Connor <br /> +
-Provinzialminister,​ Holy Name Provinz, New York <br /> +
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-Quelle: Provinzmitteilungen der &​quot;​Holy-Name Provinz&​quot;​ <br /> +
-in New York vom 4. Mai 2011  <br /> +
-&​Uuml;​bersetzung von Georg Andlinger ofm <br /> +
-<a href="​http://​Quelle:​ Provinzmitteilungen der &​quot;​Holy-Name Provinz&​quot;​ in New York vom 4. Mai 2011  &​Uuml;​bersetzung von Georg Andlinger ofm http://​www.franziskaner.de/​Singleview.85.0.html?&​amp;​tx_ttnews[backPid]=1&​amp;​tx_ttnews[tt_news]=645&​amp;​cHash=fe7bf72ceee5d5dc5831428d4fd1c46b">​www.franziskaner.de </​a></​div>​ +
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-<hr size="​2"​ width="​100%"​ /> +
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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34