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Regionaltag in Abenberg
Nach einem langen Weg der Vorbereitung für die Zusammenschließung der beiden deutschsprachigen Regionen Deutschland und Österreich, fand am 29. Januar 2011 im Kloster Marienburg Abenberg/Mtfr. der erste gemeinsame Regionaltag statt. 74 Schwestern folgten der Einladung, darunter auch die gesamte Generalleitung der Kongregation aus Rom.


In ihrer Begrüßung und Einleitung für den Tag ging die Generaloberin Sr. Teresina Marra SSM auf das treffende Tagesevangelium Mk 4, 35 – 40 ein: Was ist die Einladung Jesu? „Gehen wir an das andere Ufer.“ Und was geschieht unterwegs? Ein großer Sturm schlägt die Wellen bis ans Boot … der Herr „schläft“. Was machen die Jünger? Sie wecken Ihn und sagen: Kümmert es Dich nicht, dass wir alle umkommen? Jesus sagt zum Meer: „Schweige, beruhige dich!“ Und zu den Jüngern: „Warum habt Ihr Angst? Habt Ihr noch keinen Glauben?“

Sr. Teresina lud die Schwestern zu einem kurzen Austausch ein: Wie ist mein Glaube? Meine Hoffnung? Meine Angst? Der hl. Paulus sagt: „Der Glaube ist ein Feststehen in dem, was wir erhoffen und Überzeugtsein von Dingen, die wir nicht sehen. (vgl. Tageslesung Hebr. 11,1)



Die SSM-Leitungsstrukturen seit der Gründung -
Ein geschichtlicher Rückblick


Seit der Gründung der Kongregation im Jahr 1883 bis zum Jahr 1965, also bis in die Zeit des Vatikanischen Konzils, war die Kongregation eine Einheit, mit einer Generalleitung und einer Kommissarin in den Vereinigten Staaten (USA).
82 Jahre gab es keine Provinzen/Regionen, obwohl die Mitgliederzahl und die Zahl der Niederlassungen bedeutend höher war als zum jetzigen Zeitpunkt. Von 1965 – 1989/90 war die Kongregation 24 Jahre in Landes-Provinzen und Regionen geteilt. Von 1989/1990 – 2002/2003, also 12 Jahre gab es die aus 4 Provinzen in den USA mit den Karibischen Inseln fusionierte US/Karibik Provinz, die Europäische Provinz, und die Lokalgemeinschaft Brasilien.

In den Jahren 2000 – 2001 fand in der ganzen Kongregation durch eine internationale Kommission der SSM, unter der Leitung von P. Max Taggi SJ, eine SSM Leitungsstruktur-Bewertung unter dem Motto „SEHEN- URTEILEN- HANDELN“ statt. Dem Ergebnis entsprechend wurde im Jahr 2002 die Europäische Provinz aufgelöst und drei Regionen in Europa und eine Region in Brasilien errichtet. Die Struktur der US/Karibik Provinz blieb unverändert.

Im Jahr 2005 ermutigte der damalige Generalrat die Regionaloberinnen von Österreich und Deutschland, kreativ über mögliche Formen einer Zusammenarbeit nachzudenken und in den Dialog zu treten. An diesem Regionaltag gaben die beiden Regionaloberinnen einen Rückblick auf die 15 Treffen der beiden Regionalräte, die in der Zeit vom Januar 2006 bis November 2010 stattfanden. Sie nahmen auch Stellung über das Werden einer Zusammenschließung der beiden deutschsprachigen Regionen und der im Laufe der Zeit gewachsenen Beziehungen.

Das Ziel der Strukturveränderung

Das Wachstum und die Sendung unserer multikulturellen Kongregation zu stärken und zu fördern durch
- Motivation und Verfügbarkeit für die Sendung in der Kirche
- Engagement von Schwestern im apostolischen Dienst
- Qualifizierte Leitungsteams
- Finanz - Ressourcen für die Mitglieder und Apostolate.

Wir sind uns bewusst, dass eine Struktur nur der Rahmen ist. Das Bild - der Inhalt für diesen Rahmen sind: der Glaube - das Charisma - die Sendung. Darauf wollen wir unser Augenmerk lenken, wenn wir weiter gehen wollen!



Unsere Vision für ein fruchtbares Miteinander als EINE Region Deutschland-Österreich

Die Liebe Christi drängt uns, alles ehrlich miteinander zu teilen. Wir wollen gemeinsam nach einer größeren Lebendigkeit jeder einzelnen Schwester und dadurch der Gemeinschaft streben. Durch unsere Zusammenarbeit in den beiden deutschsprachigen Ländern wollen wir ein Vorbild sein in unserer globalen Welt für das Zusammenleben und Miteinander der Völker.

Diese Vision wurde am 4. November 2006 von den beiden Regionalräten formuliert mit dem Wissen: Wenn wir keine Vision haben, wird der Weg nicht weiter gehen. Eine Vision geht über das Irdische hinaus und dies drückt sich vor allem in dem ersten Satz aus: „Die Liebe Christi drängt uns….“.

Die Aufgaben / Verantwortlichkeiten der Regionalleitung

Jede Region hat eine delegierte Autorität, die klar beschrieben ist. Es geht um Dezentralisierung und Subsidiarität. Zudem werden wir nach neuen Wegen der Kommunikation und einen neuen Weg des Miteinanders über Landesgrenzen hinweg suchen, – neu denken - umdenken.

Der nächste Schritt

Die beiden Regionalräte haben sich für die Zeit des Übergangs für einen Transitusprozess in beiden Ländern entschieden, um persönlich und gemeinsam in Reflexion und Gebet auf den Geist Gottes zu hören, auf einen Exodus einzulassen zu können und bereit zu werden für einen Aufbruch. Für diese Zeit des Übergangs bis zum Sommer wurde bei der abschließenden Vesper eine Transitusprozess-Kerze – als Wanderkerze von den beiden Regionaloberinnen entzündet. In den kommenden Monaten wird diese Wanderkerze etwa 10 Tage in allen Lokalgemeinschaften der beiden Länder sein. Diese Zeit wird für die betreffenden Schwestern eine intensive Zeit des Gebetes, der Reflexion und des Austauschens werden. Zum Abschluss des Transitusprozesses feiern wir in den beiden Regionen im Rahmen eines Geistlichen Tages eine feierliche Transitus-Liturgie.

Ab 1. Oktober 2011 werden wir EINE deutschsprachige Region Deutschland-Österreich sein.

Sr. Regina Fucik


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34