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»Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!« (Joh 14,1)
Die Jahreslosung wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen herausgegeben.

Mit ihr wünscht die INFAG in ökumenischer Verbun-denheit allen ein frohes und gesegnetes Jahr 2010.


»Mensch, habe ich mich erschrocken!« sagt jemand, der vielleicht gerade ein Buch liest, mit seinen Gedanken ganz woanders ist und gar nicht merkt, wie ich ins Zimmer komme. Da hat man das Gefühl, das Herz bleibt einen Moment stehen und dann rast der Puls auf hundertachtzig.

»Euer Herz erschrecke nicht!« sagt Jesus. Das ist beruhigend und zugleich realistisch. Denn Jesus rechnet damit, dass es Ereignisse gibt, die uns erschrecken. Und wie gut, dass wir uns noch erschrecken können! Es ist ja ein Zeichen unserer Sensibilität, wenn wir schreckliche Ereignisse wahrnehmen und nicht einfach ausblenden.

»Euer Herz erschrecke nicht!« Das ist leicht gesagt.
Ich verstehe es so: Unser Herz muss vor dem Schrecken nicht stehen bleiben. Es schlägt weiter. Es schlägt für unsere Mitmenschen, es schlägt für eine gerechte Welt, es schlägt für den Frieden. Das ist die Antwort des Glaubens. »Glaubt an Gott und glaubt an mich!« sagt Jesus. Im Vertrauen auf Gott und Jesus Christus kann ich mit offenen Augen und weitem Herz auf die Mitmenschen, auf neue Herausforderungen und Aufgaben zugehen. Ich brauche keine Angst davor zu haben. Der Glaube gibt mir Kraft, meinen Weg im neuen Jahr zu gehen - mit allem, was auf mich zukommt.

Dieser Glaube macht mein Herz stark und motiviert mich, auch anderen Menschen zu sagen: »Dein Herz erschrecke nicht! Du bist getragen von der Güte Gottes!«

Renke Brahms

(aus: Soldaten-Jahrbuch der Evangelischen Militärseelsorge,
53. Woche Dez./Jan.)



Sonntagsgedanken: Bange machen gilt nicht

Womit haben Sie das neue Jahr begonnen: mit Zuversicht und guten Vorsätzen, etwa mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, Sport zu treiben oder öfters mal ein gutes Buch zu lesen? Oder trüben Sorgen um Gesundheit oder Sicherheit den Blick in das neue Jahr? Wie klingt das neue Jahr?

Die Jahreslosung 2010 lautet: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ (Johannes 14,1)

In Krisenzeiten hat Furcht Hochkonjunktur. Doch Bange machen gilt nicht. Ganz gleich, ob es um Sorgen im Großen oder die persönlichen Nöte geht: Euer Herz erschrecke nicht! Angst und Furcht sind keine Ratgeber: Menschen lassen sich leicht erschrecken. Die Hirten fürchteten sich, als die Engel ihnen die Botschaft von der Geburt des göttlichen Kindes brachten, und die Frauen am Grab, als der Engel ihnen die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi von den Toten weitersagte.

In der Begegnung mit der unbekannten, göttlichen Welt kann einem schon bange werden. Gott ermutigt uns. Er will uns keine Angst machen, sondern uns aus dem Dunkel unserer Ängste herausholen und uns mit dem Licht seiner Gegenwart wärmen.

So gestärkt können wir ins neue Jahr gehen. „Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Das heißt doch mit anderen Worten: Vertraut auf die Wege, die Gott mit euch gehen will - auch im neuen Jahr. Ihr habt allen Grund zum Vertrauen!

Dekan Dr. Martin Lückhoff, Kirchenkreis Hanau-Land

(aus: Hanauer Anzeiger, 02. Januar 2010)



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34