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Institut für Theologische Zoologie eröffnet
Das Institut für theologische Zoologie setzt sich zum Ziel, das Verhältnis des Menschen zum Tier als Brennpunkt der Theologie und als Vollzug einer schöpfungsgemäßen Spiritualität zu begreifen.


Das Logo des Instituts ist einem mittelalterlichen Kupferstich entnommen und stellt Hieronymus mit einem Löwen dar. Der große Übersetzer der Heiligen Schrift in die lateinische Sprache soll helfen, einerseits die Aussageintentionen der Bibel in die Praxis und andererseits die Erkenntnisse der Verhaltens- und Evolutionsbiologie in die Theologie zu übersetzen.



Dr. Rainer Hagencord und Dr. Anton Rotzetter haben das "Institut für theologische Zoologie" (GbR) im Frühjahr 2008 gegründet. Das Institut hat seit Herbst 2009 den Status eines An-Institutes an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster (PTH).

Festakt zur Eröffnung

Am 15. Dezember 2009 wurde es mit einem Festakt in Münster eröffnet.
Dr. Rainer Hagencord: „Vom animal zur anima“ – zum Projekt einer theologischen Zoologie
Dr. Dr. h.c. mult. Jane Goodall: “Why it is time for a theological Zoology!”
Prof. Dr. Dr. Klaus Müller: „Wenn sich Tiere in der Theologie tummeln“ – über eine noch kaum wahrgenommene Herausforderung durch Nikolaus von Kues und ihre Aktualität Prof. Dr. Norbert Sachser: „Zoologie trifft Theologie“ – Anmerkungen eines Verhaltensbiologen
Dr. Andreas Weber: Der Seele tausend Masken – Warum wir ohne die Tiere uns selbst und die Welt nicht verstehen können
Dr. Anton Rotzetter: Das Tier als Bruder und Schwester bei Franz von Assisi

Ziele des Institutes

1. Wissenschaft und Forschung:
Es braucht eine wissenschaftlich fundierte theologische Würdigung des Tieres, und neben theologischen Anthropologien gibt es noch keine ausgearbeitete theologische Zoologie. Im Rahmen des Institutes möchten wir selbst weiter forschen und mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Dazu dienen Lehrveranstaltungen an der Philosophisch-Theologische Hochschule in Trägerschaft der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz in Münster und der theologischen Fakultät in Münster und die Kooperation mit anderen theologischen Fakultäten in Deutschland und in der Schweiz.

2. Pädagogik und Katechese:
Es braucht in der Kirche und den christlichen Gemeinden eine größere Sensibilität für das große Thema "Bewahrung der Schöpfung"; in diesem Zusammenhang wird es Zeit, in besonderer Weise die Tiere in den Blick zu nehmen; d.h. in der Katechese, Religionsunterricht und Predigt. Wir wollen Unterrichtsmaterialien und Arbeitshilfen erstellen und herausgeben.

3. Projekte und Kooperationen:
Es braucht Exerzitien, Workshops und Exkursionen, in denen Menschen im Kontakt mit der Natur, den Pflanzen und Tieren zu einer schöpfungsgemäßen Spiritualität finden. Wir wollen mit Bildungshäusern, Nationalparks, Zoos und ähnlichen Einrichtungen dazu Konzepte entwickeln und Veranstaltungen durchführen.

Nähere Informationen auf der Homepage des Instituts unter: www.theologische-zoologie.de

Die Biologie des Paradieses - Interview mit dem Leiter des Institutes für Theologische Zoologie bei den Kapuzinern (Süddeutsche Zeitung, 23.12.2009) unter: www.sueddeutsche.de/wissen oder: www.kapuziner.de

Artikel von Bettina Laerbusch in der Borkener Zeitung, 9.12.2009 unter: www.kapuziner.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21