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Ökumene und Interreligiöser Dialog
Die Präsenz der Franziskanischen Familie beim Ökumenischen Kirchentag in München war Schwerpunkt der Sitzung des Kernteam der Netzwerkinitiative clara.francesco am 27. Mai 2010 in Großkrotzenburg.

Zwei Tage später tagte in Köln die Infag-Gruppe Nord für Gerechtigkeit-Frieden-Bewahrung der Schöpfung. Sie beschäftigte sich mit den Gedanken von Nikolaus von Kues zum Zusammenleben der Religionen.


Netzwerk clara.francesco

Das Kernteam der Netzwerkinitiative clara.francesco traf sich am 27. Mai 2010 in Großkrotzenburg zur Reflexion der franziskanischen Präsenz beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München. Über clara.francesco haben ca. 120 Mitglieder der franziskanischen Familie in München teilgenommen. Einsatzorte waren im Willkommensbereich des Geistlichen Zentrums, in der Oase der Versuchung und beim Cafe im Ökumenischen Zentrum.
Ein großer Dank gebührt Wolfgang Burggraf, der zum 31. Juli 2010 die Missionszentrale der Franziskaner verlässt. Die MZF hat seit dem Weltjugendtag die wesentliche personelle, finanzielle und logistische Unterstützung für die Netzwerkinitiative geleistet.
Clara.franceso soll auch für zukünftige Katholiken- und Kirchentage als Plattform für die Franziskanische Familie zur Verfügung stehen. Geplant ist ein ähnliches Engagement für Mannheim 2012, wo die Franziskaner mit einer Niederlassung (Pfarrei) vor Ort sind.
Die Weiterarbeit der Netzwerkinitiative erfolgt zukünftig unter dem Dach der Infag.

Homepage: www.clara-francesco.de

Über den Franziskaner-Bischof Luis Cappio wurden die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung an Hand der Wasserproblematik in den ÖKT eingebracht (Podium, Friedensgebet, Gottesdienst).
Die Infag hat sich außerdem bei den Veranstaltungen von „Miteinander für Europa“ der Geistlichen Bewegungen in der Eissporthalle engagiert.


Infag GFBS-Gruppe

Am 29. Mai 2010 traf sich in Köln die Infag-Nord-Gruppe Gerechtigkeit-Frieden-Bewahrung der Schöpfung. Inhaltlicher Schwerpunkt war ein Referat zu Nikolaus von Kues von Frau Theresa Heeg. In Anschluss an seine Schrift „De pace fidei“ (Der Friede im Glauben) ging es um die Frage des Miteinanders der Religionen.
Unter dem Titel „In erster Linie Mensch“ – erläuterte Frau Heeg die wesentlichen Positionen von Nikolaus von Kues und die Relevanz und Möglichkeiten für den Interreligiösen Dialog heute. Zentrale Kernaussagen: Pluralität ist gottgewollt – es geht um Eintracht, nicht um Übereinstimmung – notwendige Freiheit erfordert Toleranz – Religiösität äußert sich in verschiedenen Riten (religiösen Ausdruckshandlungen) – Christentum ist nicht die Wahrheit selbst, aber die sinnvollste aller Weltdeutungen usw. bieten Anknüpfungspunkte für den Religionsdialog unserer Zeit.

2011 ist das 25-jährige Jubiläum des Gebetstreffens in Assisi, zu dem der damalige P. Johannes Paul II. die Vertreter zahlreicher Religionen eingeladen hatte. Dies kann und sollte für die Mitgliedsgemeinschaften der Infag Anlass sein, an möglichst vielen Orten den Interreligiösen Dialog zu pflegen und die Initiative zu Gebetstreffen für den Frieden zu ergreifen.

Br. Stefan Federbusch


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21