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Gutes bewahren –
Gott vertrauen –
Zukunft gestalten
Etwa 150 Ordenschristen aus über 20 verschiedenen Ordensgemeinschaften fanden sich am 14. November 2009 in Ursberg ein, um dem 125-jährigen Bestehens des Dominikus-Ringeisen-Werkes zu gedenken, aber auch um gemeinsam die Gegenwart in den Blick zu nehmen und aus dieser Impulse für die Zukunft zu erhalten.




Generaloberin Sr. M. Gunda Gruber stellte mit einer Bildpräsentation die Geschichte und Gegenwart des Dominikus-Ringeisen-Werkes vor. Anhand der Haltungen Ringeisens „Vertrauen, Mut und Fantasie“ gelang es ihr einen vertrauensvollen Blick in die Zukunft zu werfen.

Pater Prof. Medard Kehl, Dogmatikprofessor in St. Georgen sprach zu dem Thema: „'Unsere Werke' feiern Jubiläum. Wo stehen wir Ordensgemeinschaften? Ordensleben heute zwischen Stabilität und Mobilität“.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Jahre bis 1850 - 1960, die als die Zeit des katholischen Milieus betrachtet werden, in der die Kirche Geborgenheit und geordnete Lebenswelten vermittelte, sowie das soziale Engagement lebte, zeigte Pater Medard Kehl die Wandlungen auf, die dazu führten, dass Kirche und Ordensgemeinschaften zunehmend als Dienstleisterbetriebe gesehen werden, die zuverlässige und kompetente Hilfen anbieten. Anschließend wagte er einen Blick auf hoffnungserweckende Perspektiven für Ordenschristen. Da aufgrund der Altersstruktur nur mehr wenige Ordensleute in den Werken tätig seien, diese zunehmend abgegeben oder in Stiftungen gewandelt wurden, sollten Ordenschristen dennoch in ihren Werken präsent sein, indem sie in ihren Werken die Freundschaft mit den Menschen lebten. Eine weitere Aufgabe sei es „Biotope des Glaubens“ zu errichten, in welchen Suchende geistliche, seelische und religiöse Hilfe erfahren können. Mit ihrem Leben nach den Evangelischen Räten können Ordenschristen die menschliche Gestalt Jesu Christi anschaulich machen. Zunehmend wird Gott nur mehr als Energiequelle gesehen. Trotz aller Unzulänglichkeiten sind Ordenschristen aufgerufen, das Bild Jesu in seiner Menschlichkeit zu veranschaulichen, damit diese Dimension unseres christlichen Glaubens nicht verblasst.



In Workshops, die Domkapitular Dr. Bertram Meier, der Abt der Prämonstratenser Hermann-Josef Kugler, der Referent Prof. Pater Medard Kehl SJ, Pater Gilbert Kraus aus Roggenburg und Franziskanerinnen verschiedener Ordensgemeinschaften, wie Sr. Marianne Jungblut (Bild oben rechts), Sr. Pernela Schirmer (Bild oben, zweite von rechts) und Sr. Petra Grünert übernahmen, wurde von verschiedenen Sichtweisen aus betrachtet, wie es gelingen kann, den Glauben und das Ordensleben heute und morgen zu ermöglichen.


In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden die erarbeiteten Schwerpunkte kurz vorgestellt. Dabei kamen neben der Weitergabe des Glaubens auch Überlegungen zur Zusammenarbeit der Gemeinschaften, zur Erneuerung der Lebensform, der notwendigen Investition in die Berufungspastoral auch die intensivere Öffentlichkeitsarbeit zur Sprache.

Sr. Marianne Jungblut fasste das Gesagte in der hoffnungs-vollen Aussage zusammen: „Seit dem 13. Jahrhundert lebt die franziskanische Spiritualität. Wir sollten aus dem Gestern Kraft für das Morgen schöpfen. Wir freuen uns, dass es uns gibt und es wird uns immer geben müssen!“

Höhepunkt und Abschluss des Tages war die Eucharistiefeier in der Kapelle von Haus St. Josef, der Domkapitular Dr. Bertram Meier vorstand und der uns ermutigte, der Seele ein Dach im Glauben zu bereiten, für uns selbst, aber auch für die Menschen um uns. Es liegt an uns Christen, dass das Gottesgerücht im Umlauf bleibt.

Download: Flyer mit Programm und Workshops

Quelle: www.ursberg.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33