Dies ist eine alte Version des Dokuments!



  zurück zur Übersicht 
500. Aachener Sonntagsfrühstück
Viele Helferinnen und Helfer engagieren sich bereits seit etlichen Jahren in ihrer Freizeit ehrenamtlich für die „Sonntagsfrühstücke".
Anlässlich des 500. Sonntagsfrühstückes gab es für sie am 13. März 2009 einen Empfang im Aachener Rathaus.


Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden begrüßte die Gäste im Weißen Saal persönlich. Um 18 Uhr fand im Rahmen des Ökumenischen Stadtgebets ein Dankgottesdienst in der Citykirche St. Nikolaus statt. Bei einem Umtrunk, zu dem wiederum nur die Ehrenamtlichen geladen waren, wurde das Jubiläum im Anschluss gebührend gefeiert. Patrick Wirges: „Diese Ehrung haben sich alle Helfer, die bei den Sonntagsfrühstücken mitwirken, wirklich verdient."

"Angefangen hatte alles mit einer Idee aus Nürnberg und einem Experiment in Form eines „Maifrühstücks" im Frühjahr 1998. Vorausgegangen waren erste, konkrete Überlegungen auf einem Regionaltag 1997, wie die Pfarrgemeinden in die diakonische Arbeit vor Ort besser eingebunden werden könnten.

„Ich finde es schön, dass dies auf ökumenischer Ebene und ganz unkompliziert möglich ist", lobt Sr. Veronika Stolze. Im Gegensatz zu Frankfurt a. M., wo die heutige Leiterin der Franziska-Schervier-Stube ebenfalls in der Obdachlosenarbeit tätig war, stimme die Zusammenarbeit in Aachen und sei die soziale Situation eine ungleich entspanntere. „Aachen ist dagegen geradezu ein Spaziergang", lacht sie. Bis zu 80 Gäste täglich betreuen die Schwestern unter der Woche. Vier bis fünf Kilo Brot und an die 200 Brötchen sind da an einem einzigen Vormittag schnell verzehrt. An den Wochenenden sind es „nur" 45 bis 50 Besucher, wobei einige auch nur zu den Sonntagsfrühstücken kommen.

„Uns war schnell klar, dass die Sorge um die Menschen am Rande der Gesellschaft nicht länger nur eine Aufgabe von Spezialisten sein darf", erzählt Sr. Maria Ursula Schneider. So wurde die Idee zu den Sonntagsfrühstücken geboren, die selbstständig von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern reihum in Gemeinden der Innenstadt organisiert und durchgeführt werden sollten. Der Zeitaufwand für den Einzelnen ist relativ gering, der Nutzen hingegen sehr groß. Die Aachener Geschäftswelt unterstützt die Sonntagsfrühstücke großzügig mit Geld- und Sachspenden, auch Gemeindemitglieder steuern Lebensmittel und anderes bei.

„Die Idee gut weiter zu führen, aber ohne heraushängende Zunge, das muss unser Anspruch bleiben", wünscht sich Maria Ursula für die Zukunft."

(Markus Vahle, aus der Kirchenzeitung für das Bistum Aachen - Ausgabe Stadt, 08.03.2009 64. Jahrgang Nr. 10)

Quelle: www.schervier-orden.de



  zurück zur Übersicht    Seitenbeginn  

Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21