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"Schafft Gerechtigkeit Frieden?"
Unter obiger Fragestellung kamen 13 Schwestern aus sieben verschiedenen Gemeinschaften in Kloster Schwarzenberg zum diesjährigen Seminar für Schwestern und Brüder im Juniorat und "Junge Ewige" zusammen.


Wie in den vergangenen Jahren, erlebten wir unter der Begleitung von Sr. Regina Grehl OSF und Br. Josef Fischer OFMConv, frohe und bereichernde Tage der Begegnung, aber auch die Herausforderung der Gegenwart mit ihren sozialen, politischen und wirtschaftlichen Missständen unseren eigenen, franziskanischen Standpunkt zu suchen und zu bestimmen.

Einen Tag lang versetzte uns Br. Markus Heinze OFM als Referent in 'heilsame Unruhe' in dem er unseren Blick und unser Denken auf die weltweite Entwicklung von "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" lenkte.
Nach einem sehr beeindruckenden, zum Teil auch erschreckenden Einstieg - der uns auf die derzeitige Verteilung des Vermögens aufmerksam machte -, erzählte Br. Markus anschaulich von seinen Erfahrungen und am Nachmittag war schließlich ausgiebig Zeit zu einem Austausch u.a. über die Aktualität von franziskanischen Fraternitäten oder aktuellen Geschehnissen, wie dem Weltsozialforum.

Ausgehend von Br. Markus Impulsen und Berichten beschäftigten wir uns dann in den kommenden Tagen in Gesprächen, Gebetszeiten, kreativ und auch spielerisch mit unseren persönlichen Erfahrungen von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.
* Welche Erfahrungen gab es in der Kindheit und vor dem Klostereintritt mit Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit?
* Wo erlebe ich Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in der eigenen Gemeinschaft? ...diese und weitere Fragen beschäftigten uns und wurden in den Gesprächen und dank anregender Interviews mit Paulus, Klara und Franziskus, sowie einem Muslim zum Thema "Gerechtigkeit" immer wieder thematisiert.

Deutlich wurde dabei u. a.:
* Die aktuelle Situation soll nicht "zerknirschen", sondern uns achtsam werden lassen für all das was wir zum Leben haben - Dankbarkeit!
* Wir sollen - wie im Evangelium, das uns einen Tag lang begleitete - wuchern mit dem, was Gott uns anvertraut hat. Das Positive vermehren!
* Es stimmt nicht, dass es keine Alternative zu derzeitigen' ungerechten' Entwicklungen und Trends gibt, die viele Menschen immer mehr ins Abseits schiebt gibt, ...wir haben von unserem Glauben, vom Ursprung her eine von Jesus inspirierte Alternative: den Nächsten mit Liebe und Verantwortung im Blick haben und ihn durch unser Handeln im Leben unterstützen.
* Es geht um den Menschen und die konkrete Begegnung mit ihm!
* Wir wollen Orte für Menschen schaffen, die sie ihren Wert erfahren lassen - mutig drangehen, wo wir den Nöten der Menschen begegnen.

Gerechtigkeit, Frieden so wurde auch klar, geht nur GEMEINSAM! "Lasst uns endlich anfangen", würde Franziskus wahrscheinlich sagen ... und einen kleinen Anfang durften wir in dieser Seminarwoche in Schwarzenberg wieder erleben.

Fest steht natürlich auch, wie GUT es ist, dass es solche Treffen für uns' junge Ordensleute ' gibt! Nach so intensiven Tagen, sowohl thematisch, als auch geschwisterlich gesehen war der Abschluss entsprechend herzlich und die Vorfreude auf ein Wiedersehen - und vielleicht daraus wachsender Vernetzung - lebt in jeder Einzelnen von uns sicher auf Dauer noch weiter.

Ein frohes und herzliches DANKE an dieser Stelle an die INFAG für das Angebot dieses Seminars, wir folgen gern einer erneuten Einladung in den kommenden Jahren.

Sr. Elisa Kreutzer OSF, Reute



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33