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Priesterweihe bei Franziskanern und Kapuzinern
Vier Brüder des hl. Franziskus empfingen im Mai 2009 die Priesterweihe: zwei Franziskaner am 01. und 09. Mai 2009 in Vossenack bzw. auf dem Kreuzberg, zwei Kapuziner am 16. Mai 2009 in Münster.


Priesterweihe in Vossenack

Die Weihe von Br. Daniel-Paulus Züscher ofm am 01. Mai 2009 wurde durch Weihbischof em. Karl Reger durch Handauflegung und Gebet vollzogen.
Als Leitgedanken für die Weihe hatte Br. Daniel den Satz gewählt: „Weil Gott mich ruft will ich mein altes Leben geben; Ich will ein treuer Diener sein“.

Seine Einladungskarte zur Priesterweihe zeigt ein Aquarell seines Mitbruders Wolfgang Mauritz ofm, das Elija und die Berufung des Elischa darstellt und Texte aus dem Oratorium "Elija" von Markus Ehrhardt und Dirk-Juh. Neumann.
„Nun liegt es an mir / Die Hand zu greifen, die mich hält. / Ja, ich glaube dem, der an mich glaubt / Und ich trage ihn in die Welt.

Bericht unter: www.az-web.de

Foto: Br. Wolfgang Mauritz ofm


Priesterweihe auf dem Kreuzberg

Am 9. Mai 2009 wurde Br. Engelbert Petsch ofm auf dem Kreuzberg durch Handauflegung und Gebet von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann zum Priester geweiht.

Für die Einladung zu seiner Priesterweihe wählte Bruder Engelbert das nebenstehende Foto. Dieses Bild entstand 2006 zum musikalischen Schauspiel „Aufruhr in Assisi“ der Gemeinde St. Franziskus in Dortmund. Es zeigt die Herrin Armut mit dem San Damiano-Kreuz im Rosengarten des Herrn. Kreuz - Herrin Armut – Rosen - drei wesentliche Symbole auf diesem Bild.

Symbole dienen dazu, etwas auszudrücken, was die Sprache nur schwer auszudrücken vermag. Bruder Engelbert sagt dazu: „In der Gemeinschaft der Franziskaner lasse ich mich zum Ordenspriester weihen. Für mich heißt das: Es ist ein Dienst neben vielen anderen Diensten in der Gemeinschaft. Christus ist es, der mich berufen hat. Auf seinen Ruf gebe ich Antwort und lasse mich in diesen Dienst nehmen für den Menschen und zur Ehre Gottes. Menschen sind für mich wie Rosen. Sie blühen in ihren unterschiedlichsten Farben, trotz ihrer Stacheln, trotz ihrer Ecken und Kanten. Rosen brauchen Pflege. Menschen brauchen Seelsorger. Gärtner im Rosengarten des Herrn möchte ich sein, um den Menschen die freudige und lebendige Botschaft zu verkünden: „Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.“ Da ist Frische und genügend Freiraum zum Erblühen. Gottes LIEBE wird spürbar im Erblühen der Rose und durch die freundliche Hand des Gärtners.“

Br. Engelbert Petsch wurde 1979 in Auerbach in der Oberpfalz geboren und ist in der Fränkischen Schweiz (Bayern) aufgewachsen. Nach der Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, zum Handelsfachwirt und zum Ausbilder trat er 2001 in den Franziskanerorden ein. Nach Stationen in Eggenfelden, Nürnberg, Bad Tölz, München, Dortmund, Münster und Berlin lebt Br. Engelbert derzeit in Hamburg und arbeitet in der Krankenhausseelsorge. Die Bindung auf Lebenszeit an die Gemeinschaft der Franziskaner feierte Br. Engelbert in 2006 Dortmund. Dort absolvierte er im Rahmen der „Priesterausbildung in der Praxis“ (Ahlender Modell) ein dreijähriges Praktikum in der Gemeinde St. Franziskus. Am 18. Oktober 2008 empfing er die Diakonenweihe in Köln und wirkte anschließend in der katholischen Pfarrgemeinde St. Ludwig in Berlin. Prägend war für Br. Engelbert die Mitarbeit in der franziskanischen Stiftung Projekt „Omnibus“, einem Lebensraum für Eltern von schwer kranken Kindern. In den zwei Jahren seiner Tätigkeit hat er erfahren, was im Leben wirklich wichtig ist: Menschsein – Natürlichkeit – Freiheit der Kinder Gottes – Liebe!

Bericht unter: www.osthessen-news.de

Fotos (oben und Startseite): Br. Stanislaus Wentowski ofm


Priesterweihe im Kapuzinerkloster Münster -
Premiere für den Weihbischof


Es hatte etwas von einer Familienfeier: Im Kapuzinerkloster wurden heute [16.05.2009] die beiden Brüder Harald Weber und Stefan Maria Huppertz von Weihbischof Dr. Franz-Josef Overbeck zu Priestern geweiht.


Ihre Klosterfamilie nahm daran ebenso herzlichen Anteil wie die Herkunftsfamilien, ihre Freunde und Wegbegleiter.

Im festlichen Gottesdienst nahm der Weihbischof besonderen Bezug auf die Gotteserfahrung des Ordensgründers Franziskus. Die beiden neuen Priester haben den größten Teil ihrer Ordensausbildung im Kloster in Münster verbracht. Im vergangenen Oktober wurden beide zu Diakonen geweiht und sammelten erste Erfahrungen in der Gemeindepastoral: Bruder Harald – gebürtig aus Königsbronn in Baden-Württemberg – arbeitete in der Liebfrauen-Überwasser-Pfarrei in Münster mit, Bruder Stefan Maria, der aus Oberhausen stammt, verschlug es nach Hamburg. Aus diesen Diakonats-Gemeinden waren die Pfarrer ebenso bei der Weihe dabei wie Vertretungen aus den Heimatpfarreien.

Zeichen der Weihehandlung

In einer musikalisch ansprechend mit Kantorinnen, Orgel sowie Saxophon und Trompete begleiteten Feier wurden die Zeichen der Weihehandlung für die Mitfeiernden sehr deutlich erklärt und nachvollziehbar: Handauflegen und das Salben der Hände, die Übergabe von Brot und Wein vor der ersten Feier Eucharistie. Bischof Overbeck feierte übrigens mit dieser Priesterweihe eine Premiere.

Künftige Aufgaben

Die künftigen Aufgaben als Priester deutete Overbeck in seiner Predigt von der Begegnung des Franziskus mit Christus her: „Geh und stell mein Haus wieder her“ – dieses Wort sei Sendung auch für die beiden Neugeweihten. Es gehe um das Lebens-Haus jeden Menschens, aber auch das Haus der Kirche und der ganzen Welt. In der Eucharistie, der Verkündigung und nicht zuletzt dem Sakrament der Versöhnung seien Priester Werkzeuge der Weitergabe. „Sie geben weiter, was von Gottes Liebe zu den Menschen kommt“. Das von Bruder Harald und Bruder Stefan Maria für die Weihe-Einladung gewählte Bild der Brotverteilung aus dem Evangelium von der Speisung der 5000 passe dazu sehr gut: „Gebt Ihr ihnen zu essen“ – auch dies sei Auftrag der Geweihten.

Neue Seelsorger

Nach dem Gottesdienst strahlte die Sonne mit allen Beteiligten beim Gruppenbild im Klostergarten um die Wette: Sowohl Pater Christophorus, Provinzial der rheinisch-westfälischen Provinz als auch der Ausbildungsleiter, Pater Thomas Dienberg, freuten sich mit den beiden Neupriestern über das Ende des einen Weges und damit den Beginn eines neuen. Noch bis November bleiben die Neugeweihten in Münster und bereiten sich im Pastoralseminar der Philosophisch-Theologischen Hochschule ihres Ordens auf ihre künftigen Aufgaben vor: Sie gehen als Seelsorger in die Klöster nach Frankfurt und nach Zell im Schwarzwald.

Text: Heike Hänscheid
Quelle: www.echo-muenster.de



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