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federbusch
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 <div class="​ueberschrift_1">​Grundlagenseminar 2009</​div>​ <div class="​ueberschrift_1">​Grundlagenseminar 2009</​div>​
 <div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Der Klimawandel geht uns alle an. Er trifft mit seinen Folgen insbesondere die &​Auml;​rmsten der Armen. Er beruht nicht zuletzt auf unserem Lebensstil, der gepr&​auml;​gt ist von &​uuml;​berm&​auml;&​szlig;​igem Konsum, und der daraus resultierenden Zerst&​ouml;​rung der nat&​uuml;​rlichen Ressourcen. Insofern ist er zugleich eine Anfrage an unseren privaten wie gemeinschaftlichen &​bdquo;​franziskanischen&​ldquo;​ Lebenswandel.</​div>​ <div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Der Klimawandel geht uns alle an. Er trifft mit seinen Folgen insbesondere die &​Auml;​rmsten der Armen. Er beruht nicht zuletzt auf unserem Lebensstil, der gepr&​auml;​gt ist von &​uuml;​berm&​auml;&​szlig;​igem Konsum, und der daraus resultierenden Zerst&​ouml;​rung der nat&​uuml;​rlichen Ressourcen. Insofern ist er zugleich eine Anfrage an unseren privaten wie gemeinschaftlichen &​bdquo;​franziskanischen&​ldquo;​ Lebenswandel.</​div>​
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 Ein Grundlagenvortrag von <font color="#​ff6600">​Br. Bernd Beermann ofmcap</​font>​ verdeutlichte die Dramatik und Dringlichkeit der Situation. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er die derzeitige Entwicklung auf und erl&​auml;​uterte verschiedene Zukunftsszenarien. Bereits heute praktizieren wir einen Lebensstil, der weit &​uuml;​ber das hinaus geht, was unsere Erde dauerhaft verkraften kann (wenn die ganze Menschheit &​bdquo;​amerikanisch&​ldquo;​ leben w&​uuml;​rde,​ br&​auml;​uchten wir bereits f&​uuml;​nf Planeten Erde). Der &​Ouml;​kologische Fu&​szlig;​abdruck der Bewohner einzelner L&​auml;​nder zeigt die ungleichm&​auml;&​szlig;​ige Nutzung bzw. &​Uuml;​bernutzung vorhandener Ressourcen. Angesichts einer permanent steigenden Weltbev&​ouml;​lkerungszahl stellt sich die Frage der Umweltgerechtigkeit dr&​auml;​ngender denn je. Welcher Lebensstandard ist f&​uuml;​r alle (aber insbesondere f&​uuml;​r uns) vertretbar, um ein menschlich-qualit&​auml;​tsvolles Leben aller zu erm&​ouml;​glichen? ​ <br /> Ein Grundlagenvortrag von <font color="#​ff6600">​Br. Bernd Beermann ofmcap</​font>​ verdeutlichte die Dramatik und Dringlichkeit der Situation. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er die derzeitige Entwicklung auf und erl&​auml;​uterte verschiedene Zukunftsszenarien. Bereits heute praktizieren wir einen Lebensstil, der weit &​uuml;​ber das hinaus geht, was unsere Erde dauerhaft verkraften kann (wenn die ganze Menschheit &​bdquo;​amerikanisch&​ldquo;​ leben w&​uuml;​rde,​ br&​auml;​uchten wir bereits f&​uuml;​nf Planeten Erde). Der &​Ouml;​kologische Fu&​szlig;​abdruck der Bewohner einzelner L&​auml;​nder zeigt die ungleichm&​auml;&​szlig;​ige Nutzung bzw. &​Uuml;​bernutzung vorhandener Ressourcen. Angesichts einer permanent steigenden Weltbev&​ouml;​lkerungszahl stellt sich die Frage der Umweltgerechtigkeit dr&​auml;​ngender denn je. Welcher Lebensstandard ist f&​uuml;​r alle (aber insbesondere f&​uuml;​r uns) vertretbar, um ein menschlich-qualit&​auml;​tsvolles Leben aller zu erm&​ouml;​glichen? ​ <br />
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-<img height="​113"​ width="​150" alt=""​ class="​bild_links" src="/​seiten/​userfiles/​GLS2.gif"​ />Diese Frage wurde in einer Kleingruppen mit dem Referenten vertieft. Weitere Kleingruppen widmeten sich der Erarbeitung von Aktions- sowie Animationsm&​ouml;​glichkeiten zur Bewusstseinsbildung und konkreten Ver&​auml;​nderungsma&​szlig;​nahmen,​ der liturgischen Gestaltung einer Gebetszeit und des Gottesdienstes anhand des Misereor-Hungertuches zum Thema &​bdquo;​Die Sch&​ouml;​pfung bewahren &ndash; damit alle Leben k&​ouml;​nnen&​ldquo;​ sowie einer kreativen Umsetzung des Sonnengesangs. ​ <br />+<img height="​113"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​GLS2.gif" class="​bild_links"​ alt="" />Diese Frage wurde in einer Kleingruppen mit dem Referenten vertieft. Weitere Kleingruppen widmeten sich der Erarbeitung von Aktions- sowie Animationsm&​ouml;​glichkeiten zur Bewusstseinsbildung und konkreten Ver&​auml;​nderungsma&​szlig;​nahmen,​ der liturgischen Gestaltung einer Gebetszeit und des Gottesdienstes anhand des Misereor-Hungertuches zum Thema &​bdquo;​Die Sch&​ouml;​pfung bewahren &ndash; damit alle Leben k&​ouml;​nnen&​ldquo;​ sowie einer kreativen Umsetzung des Sonnengesangs. ​ <br />
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-<img height="​113"​ width="​150" alt=""​ class="​bild_links" src="/​seiten/​userfiles/​GLS3.gif"​ />Am Nachmittag erfolgte eine Exkursion zum Kohlekraftwerk Staudinger in Gro&​szlig;​krotzenburg. W&​auml;​hrend der Pr&​auml;​sentation und der Besichtigung ging es zum einen um die grunds&​auml;​tzliche Frage der Art der Energieversorgung der Zukunft, zum anderen um den geplanten Bau des Blocks 6, eines neuen Kraftwerks, mit dem insgesamt fast die doppelte Menge an Steinkohle wie bisher verfeuert werden soll. Da der CO&​sup2;​-Aussto&​szlig;​ damit enorm zunimmt, ist der Ausbau h&​ouml;​chst umstritten. <br />+<img height="​113"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​GLS3.gif" class="​bild_links"​ alt="" />Am Nachmittag erfolgte eine Exkursion zum Kohlekraftwerk Staudinger in Gro&​szlig;​krotzenburg. W&​auml;​hrend der Pr&​auml;​sentation und der Besichtigung ging es zum einen um die grunds&​auml;​tzliche Frage der Art der Energieversorgung der Zukunft, zum anderen um den geplanten Bau des Blocks 6, eines neuen Kraftwerks, mit dem insgesamt fast die doppelte Menge an Steinkohle wie bisher verfeuert werden soll. Da der CO&​sup2;​-Aussto&​szlig;​ damit enorm zunimmt, ist der Ausbau h&​ouml;​chst umstritten. <br />
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-<img height="​113"​ width="​150" alt=""​ class="​bild_links" src="/​seiten/​userfiles/​GLS4.gif"​ />Die Argumente des Kraftwerksbetreibers wurden im Anschluss daran mit denen der B&​uuml;​rgerinitiativ &​bdquo;​Stopp Staudinger&​ldquo;​ in die Diskussion gebracht, die den Ausbau vor allem aufgrund der vermeintlichen zus&​auml;​tzlichen Schadstoffbelastung ablehnt. ​ <br />+<img height="​113"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​GLS4.gif" class="​bild_links"​ alt="" />Die Argumente des Kraftwerksbetreibers wurden im Anschluss daran mit denen der B&​uuml;​rgerinitiativ &​bdquo;​Stopp Staudinger&​ldquo;​ in die Diskussion gebracht, die den Ausbau vor allem aufgrund der vermeintlichen zus&​auml;​tzlichen Schadstoffbelastung ablehnt. ​ <br />
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 Die Reflexion des vormitt&​auml;​glichen Vortrags sowie der Exkursion verdeutlichte die Dilemmasituation,​ in der wir uns in bezug auf die Energieversorgung befinden. Selbst bei hohem Interesse und dem Einholen vieler Informationen ist es nicht leicht, sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Insgesamt wurde klar, dass unsere Handlungsoptionen in zwei Richtungen gehen m&​uuml;​ssen:​ auf der einen Seite die pers&​ouml;​nliche Schiene und die Frage des pers&​ouml;​nlichen Lebensstils und Konsums (bzw. der unserer Gemeinschaften):​ Wo und wie kann ich meinen pers&​ouml;​nlichen &​Ouml;​kologischen Fu&​szlig;​abdruck verbessern? Welche Ma&​szlig;​nahmen k&​ouml;​nnen wir als Gemeinschaften treffen (die Orden sind mit ihren Institutionen h&​auml;​ufig Gro&​szlig;​kunden von Energiekonzernen und haben damit eine gewisse Einflussm&​ouml;​glichkeit!)?​ Auf der anderen Seite die politische Schiene mit den gesellschaftlichen Einflussm&​ouml;​glichkeiten und den Fragen: Wo und wie erhalten wir kompetente Hilfe? Wo gibt es Vernetzungsm&​ouml;​glichkeiten?​ Welche Schritte k&​ouml;​nnen wir innerhalb unserer Zivilgesellschaft tun?  <br /> Die Reflexion des vormitt&​auml;​glichen Vortrags sowie der Exkursion verdeutlichte die Dilemmasituation,​ in der wir uns in bezug auf die Energieversorgung befinden. Selbst bei hohem Interesse und dem Einholen vieler Informationen ist es nicht leicht, sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Insgesamt wurde klar, dass unsere Handlungsoptionen in zwei Richtungen gehen m&​uuml;​ssen:​ auf der einen Seite die pers&​ouml;​nliche Schiene und die Frage des pers&​ouml;​nlichen Lebensstils und Konsums (bzw. der unserer Gemeinschaften):​ Wo und wie kann ich meinen pers&​ouml;​nlichen &​Ouml;​kologischen Fu&​szlig;​abdruck verbessern? Welche Ma&​szlig;​nahmen k&​ouml;​nnen wir als Gemeinschaften treffen (die Orden sind mit ihren Institutionen h&​auml;​ufig Gro&​szlig;​kunden von Energiekonzernen und haben damit eine gewisse Einflussm&​ouml;​glichkeit!)?​ Auf der anderen Seite die politische Schiene mit den gesellschaftlichen Einflussm&​ouml;​glichkeiten und den Fragen: Wo und wie erhalten wir kompetente Hilfe? Wo gibt es Vernetzungsm&​ouml;​glichkeiten?​ Welche Schritte k&​ouml;​nnen wir innerhalb unserer Zivilgesellschaft tun?  <br />
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-<img height="​113"​ width="​150" alt=""​ class="​bild_links" src="/​seiten/​userfiles/​GLS5.gif"​ />Eine Aktionsidee wurde am Ende des Gottesdienstes direkt umgesetzt: Im Garten des Franziskanischen Zentrums f&​uuml;​r Stille und Begegnung w&​auml;​chst nun ein neues Apfelb&​auml;​umchen. Gem&​auml;&​szlig;​ dem Satz von Martin Luther &​bdquo;​Und wenn ich w&​uuml;​sste,​ dass morgen die Welt unterginge, w&​uuml;​rde ich heute noch ein Apfelb&​auml;​umchen pflanzen!&​ldquo;​ zeugt es von unserer Hoffnung und dem Willen, eine bessere Welt f&​uuml;​r alle zu gestalten. <br />+<img height="​113"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​GLS5.gif" class="​bild_links"​ alt="" />Eine Aktionsidee wurde am Ende des Gottesdienstes direkt umgesetzt: Im Garten des Franziskanischen Zentrums f&​uuml;​r Stille und Begegnung w&​auml;​chst nun ein neues Apfelb&​auml;​umchen. Gem&​auml;&​szlig;​ dem Satz von Martin Luther &​bdquo;​Und wenn ich w&​uuml;​sste,​ dass morgen die Welt unterginge, w&​uuml;​rde ich heute noch ein Apfelb&​auml;​umchen pflanzen!&​ldquo;​ zeugt es von unserer Hoffnung und dem Willen, eine bessere Welt f&​uuml;​r alle zu gestalten. <br />
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 Baumpflanzaktionen als Instrument der Animation f&​uuml;​r die Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung werden eine konkrete Weiterf&​uuml;​hrung des Seminars sein. Die INFAG-Gruppe Nord f&​uuml;​r Gerechtigkeit,​ Frieden und Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung wird dazu arbeiten und den (Ordens-)Gemeinschaften Material zur Verf&​uuml;​gung stellen. ​ <br /> Baumpflanzaktionen als Instrument der Animation f&​uuml;​r die Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung werden eine konkrete Weiterf&​uuml;​hrung des Seminars sein. Die INFAG-Gruppe Nord f&​uuml;​r Gerechtigkeit,​ Frieden und Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung wird dazu arbeiten und den (Ordens-)Gemeinschaften Material zur Verf&​uuml;​gung stellen. ​ <br />
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