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Generalkapitel Heiligenbronn: Das Evangelium leben
Die Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronn hat in einem dreitägigen Generalkapitel unter dem Thema „Das Evangelium leben“ getagt und ihre Leitung neu gewählt.

Dabei wurden Schwester Judith Kaupp (62) als Generaloberin und Schwester Agnes Löber (48) als Generalvikarin für die nächsten fünf Jahre bestätigt.


Die 22 Delegierten der Heiligenbronner Schwesternkongregation wählten unter Leitung des Rottenburger Weihbischofs Thomas Maria Renz in geheimer Wahl auch zwei neue Generalrätinnen: Schwester Maria Gratia Horn (65) und Schwester Bernadette Gaile (52) bilden nun zusammen mit Generaloberin und -vikarin die Leitung der Ordensgemeinschaft. Aus dem Generalrat schieden Schwester Christiane Keil und Schwester Johannella Schönberger aus, für deren Mitarbeit sowohl der Weihbischof wie die Generaloberin sich bedankten.

Auf dem Bild v.l.n.r.: die beiden ausscheidenden Generalrätinnen Schwester Christiane Keil und Schwester Johannella Schönberger, Superior Rolf Oster, Generaloberin Schwester Judith Kaupp, Generalvikarin Schwester Agnes Löber und die neuen Generalrätinnen Schwester Bernadette Gaile und Schwester Maria Gratia Horn.


Das Wahlergebnis gab Weihbischof Renz nach Abschluss der Wahl und Glockenläuten in der vollbesetzten Hauskapelle den Mitschwestern und zahlreichen Interessierten aus der Stiftung St. Franziskus bekannt, überreichte der erneut gewählten Schwester Judith wieder das Oberinnenkreuz und übermittelte ihr auch die Glückwünsche von Bischof Dr. Gebhard Fürst.

Weihbischof Renz nahm als Ordensbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart bereits am ersten Tag des Heiligenbronner Generalkapitels teil, das durch einen Gemeinschaftstag der Schwestern und insgesamt sechs Delegiertentage gut vorbereitet war. Bruder Heribert Arens moderierte die Gespräche im Haus Lebensquell und sorgte für eine methodisch abwechslungsreiche Gestaltung.

In den Rechenschaftsberichten zur zurückliegenden sechsjährigen Amtsperiode der bisherigen Generalleitung wurde deutlich, wie die 2002 verabschiedete neue Lebensordnung der Schwestern Gestalt angenommen hat. Nach außen sichtbar wurde dies beispielsweise in der Feier zu „100 Jahre Heiligenbronner Schwestern in Baindt“ 2003, beim Katholikentag in Ulm 2004 oder beim 150-jährigen Jubiläum 2007 in Heiligenbronn selbst. Die Beratungen und Empfehlungen des Generalkapitels drehten sich vor allem um die Ausgestaltung des Gemeinschaftslebens und seinen Bezug zum Evangelium und dem Charisma der Schwesterngemeinschaft.
„Heiligenbronn soll seine Strahlkraft behalten und dies soll auch für Besucher zum Ausdruck kommen“, berichtet Schwester Maria Gratia. Intensiv beraten wurde auch die „Berufung im Alter“: die älteren Schwestern, die nicht mehr aktiv mitarbeiten können, nehmen dafür Mitschwestern und Gäste des Hauses in ihr Gebet hinein. Sie sollen hierin begleitet werden und Wertschätzung erfahren, so Schwester Judith, „denn im Alter ist mehr das Sein gefragt als die Leistung“. Hierzu gehöre auch das Loslassen.

Das gemeinschaftliche Leben der insgesamt acht Konvente, die zur Heiligenbronner Schwesterngemeinschaft gehören, drei davon auswärts, soll jeder einzelnen Schwester gerecht werden, empfahl das Kapitel. Bei den verschiedenen Apostolatsdiensten will das Kloster aber auch Hilfe von außen suchen, etwa in Form von Ehrenamtlichen, die für Führungen im Haus Lebensquell geschult werden. Die Glaubensweitergabe sei das große Anliegen der Schwesterngemeinschaft in der heutigen Zeit, so wie es früher die soziale Not gewesen sei, resümiert Generaloberin Schwester Judith.

Text: Ewald Graf

Nähere Informationen unter: www.kloster-heiligenbronn.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:20