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Jahresbericht von FI
Im Jahresbericht 2007 stellt Franciscans International die wichtigsten Aktivitäten der NGO dar.
In einer Initiative unter dem Motto "3 mal Wieder" wirbt FI für einen nachhaltigeren Lebensstil.



Im Bereich der Lobbyarbeit (Advocacy) engagierte sich FI in der Abschaffung der Sklaverei. Im Juni und Oktober 2007 führte FI die sechste jährliche Fortbildungsveranstaltung zum Thema Menschenhandel und Zwangsarbeit durch. Die Ernennung einer Sonderberichterstatterin der UN über gegenwärtige Formen der Sklaverei (September 2007) war ein großer Erfolg dieser Arbeit. Gewählt wurde eine der von FI empfohlenen Kandidatinnen, Frau Gulnara Shahinian aus Armenien.

Im Mai 2007 veröffentlichte FI ein Positionspapier zu „Armut und Menschenrechte“. Am 31. Oktober stellte Franciscans International das Buch „World Poverty – Franciscan Reflections“ vor (Franziskanische Reflexionen zur Armut in der Welt), das sich mit den Entwicklungen der globalen Armut befasst. Eine deutsche Ausgabe ist in Vorbereitung.

Im Jahr 2007 hat FI ein Umweltprogramm gestartet, das von dem deutschen Kapuziner Br. Bernd Beermann koordiniert wird. Ziel ist es, Mitglieder der Franziskanischen Familie und lokale Gemeinschaften in der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung auszubilden. Im Dezember 2007 vertrat Br. Bernd die Franziskanische Familie auf der UN-Klimakonferenz auf Bali (Indonesien).

Im November brachte FI einen Bericht über die Folter in Aceh und in West Papua beim Ausschuss gegen Folter ein. Der Bericht stellt eine wertvolle Hilfe für die im Jahr 2008 stattfindende Überprüfung Indonesiens durch den Ausschuss gegen Folter dar.

2007 ging FI in das dritte Jahr seines Afrikaprogramms. Ziel der Initiative ist es, franziskanische Schwestern und Brüder in Afrika mit den Instrumenten der Lobbyarbeit zugunsten der Menschenrechte auszurüsten. Dazu fanden fünf Führungsseminare in Kenia, Madagaskar, der Demokratischen Republik Kongo, Sambia und Togo statt zu Themen wie Armut, Entwicklung, HIV/Aids, Friedensarbeit usw. 226 Schwestern und Brüder aus 20 verschiedenen Ländern nahmen an den Seminaren teil.

In New York fand im Februar die zweite Jahresveranstaltung für Frauenarbeit statt. Sie dient u.a. dazu, Frauen auszubilden, die an den Sitzungen der Kommission für die Rechtsstellung der Frau teilnehmen.

Im asiatisch-pazifischen Raum wurde die Eröffnung des Büros in Bangkok vorbereitet.

Im Oktober begann die Zusammenarbeit mit „Edmund Rice International“, einer christlichen Nichtregierungsorganisation, die Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche macht, die unter Armut, Missachtung, Umweltverschmutzung oder Kriegen zu leiden haben.

Der Jahresbericht endet mit einer Darstellung der Finanzen sowie einem Ausblick auf 2008.

Der Bericht kann über die Homepage von FI kostenlos bestellt werden: www.franciscansinternational.org


Ökologische Initiative "3 mal wieder"

Wieder verwenden – Wiederherstellen – Wieder verwerten


Den ökologischen Fußabdruck reduzieren: eine franziskanische Intitiative für einen nachhaltigeren Lebensstil

Wieder verwenden
Alle wieder verwendeten Sachen sparen Ressourcen und - noch wichtiger - leisten keinen Beitrag zum ständig wachsenden Abfallberg. Viele Dinge, die wir im Alltag brauchen, können leicht wieder verwendet werden. Alte Einkaufstaschen können wir beispielsweise beim nächsten Einkauf wieder verwenden statt sie fortzuwerfen. Eine Textiltasche ist eine noch bessere Lösung, da Hunderte Male verwendbar.

Wiederherstellen
Vielleicht lösen sich nach x-maligem Gebrauch der Textiltasche die Tragschlaufen. Auf einfache Weise kann die Lebensdauer der Tasche verlängert werden, indem man die Tragschlaufen wieder annäht.
Viele Gegenstände werden nur für eine begrenzte Lebensdauer hergestellt, wie etwa Elektroprodukte. Durch sorgfältiges Nachforschen und entsprechende Produktewahl können Gegenstände gefunden werden, die sowohl länger hinhalten als auch geflickt werden können.
Auch wenn die Herstellung unverwüstlicher Produkte mehr Energie- und Ressourcen-Aufwand bedeutet, stellen sie im Endeffekt eine kleinere Belastung dar, da sie wieder verwendet werden können. Gegenstände mit langer Lebensdauer vermindern zudem die Probleme der Abfallbewirtschaftung.

Wieder verwenden
Schließlich bleibt kein Produkt ewig bestehen. Wenn in der Natur Pflanzen und Tiere sterben, kehren sie zurück in den Lebens-Zyklus. Um einen Tipp der Natur zu übernehmen, sollten auch wir leicht rezyklierbare Produkte verwenden. Das kann dadurch geschehen, dass wir biologisch abbaubare Produkte brauchen, die über natürliche Abbaustufen entsorgt werden können. Und wir sollten, wo immer möglich, unseren eigenen Abfall den lokalen Entsorgungseinrichtungen zuführen.

Unsere franziskanische Tradition lehrt uns, mit allen Kreaturen und mit der Natur in Harmonie zu leben. Mit der Schöpfung positive Beziehungen zu pflegen ist wichtiger als die Fokussierung auf Besitz und Konsum.
Tatsächlich ist das gegenwärtige Verbrauchersystem nicht lebensfähig. Neben anderen negativen Folgen hat es zur Umweltzerstörung und zur globalen Erwärmung geführt. In dieser Situation sind die Armen die am meist Betroffenen und sie leiden am meisten darunter. Was können wir dagegen tun?

Verbrauch ist in der Natur allgegenwärtig, aber effektiv. Die Natur ist zyklisch ausgerichtet, d.h. alle Ressourcen finden schließlich eine Wiederverwendung. Was von der einen Gattung nicht gebraucht wird, braucht eine andere Gattung, nichts bleibt ungenutzt.
Das Verbrauchersystem der Natur hat sich als lebensfähig erwiesen seit Millionen von Jahren. Wir müssen dieselben Elemente in das menschliche Umfeld einbauen, in unser Alltagsleben.

Dazu dient das ,,3 mal Wieder." Also auf Alltags-Gegenstände achten: Einkaufstaschen, Plastikbehälter, Papier, Batterien etc. Alle bieten Gelegenheit zur Anwendung des 3 mal Wieder. Wenn wir so handeln, vermehren wir nicht die steigenden Abfallberge rund um den Globus, aber wir vermindern die Umweltverschmutzung und verbessern unsere Beziehung zur Schöpfung.

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32