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Bischof Wilhelm Egger OFMCap verstorben
Diözesanbischof Wilhelm Egger verstarb am Samstag, 16. August 2008, um 19.20 Uhr in seiner Wohnung an einem Herzinfarkt. Er war einer der drei Autoren des Fernkurses „Franziskanische Spiritualität“ der Infag.


Erinnerung an Bischof Egger beim Angelusgebet

Papst Benedikt XVI., der erst vor wenigen Wochen seinen Urlaub in Südtirol verbracht hatte, erinnerte beim Angelusgebet am Sonntag an den verstorbenen Bischof: „Mit tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom plötzlichen Ableben des Bischofs von Bozen und Brixen, Dr. Wilhelm Egger, erhalten, der gestern Abend in Bozen im Alter von 68 Jahren unerwartet gestorben ist. Der Verlust dieses gelehrten und liebenswürdigen und tieffrommen Bischofs bewegt mich sehr, durfte ich doch noch vor zwei Wochen als sein Gast mit ihm zusammen sein. Möge der Herr die Treue dieses Hirten in der Verkündigung der Liebe Christi vor den Menschen lohnen und ihn in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel führen.“

Requiem und Beisetzung

Das Requiem fand am Dienstag, 19. August 2008, um 15 Uhr im Dom zu Bozen statt. Diözesanadministrator Josef Matzneller stand diesem Gottesdienst vor. Im Anschluss daran wurde Bischof Egger in die Kirche des Priesterseminars überführt und dort aufgebahrt. Der Sterbegottesdienst für Bischof Egger wurde am Donnerstag, 21. August 2008, um 15 Uhr im Dom zu Brixen gehalten. Dort ist er im Querschiff auch beigesetzt.

Biografie

Wilhelm Emil Egger OFMCap (1940–2008),
Kapuziner und Bischof von Bozen-Brixen, Südtirol.

Egger wurde am 14. Mai 1940 in Innsbruck geboren. Nachdem der Vater 1944 im Krieg gefallen war, zog die Mutter mit Wilhelm und seinem Zwillingsbruder Kurt nach Sterzing im Wipptal. Fünf Jahre später starb auch sie.
Die beiden Brüder besuchten dann gemeinsam das Bischöfliche Seminar Vinzentinum in Brixen.
Am 29. August 1956 trat Egger – wie auch sein Bruder – in den Kapuzinerorden ein. Er studierte Theologie in der Schweiz, in Rom und in Jerusalem und erwarb ein Lizentiat in Theologie. Am 29. Juni 1965 wurden beide Brüder in Brixen zum Priester geweiht.

Mit 32 Jahren wurde er zum Doktor der Bibelwissenschaften (Dr. rer. bibl.) promoviert. Bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Bozen-Brixen am am 29. Juli 1986 lehrte er als Ordentlicher Professor für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen. Einen Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit legte er auf Methodenfragen der Neutestamentlichen Wissenschaft. In verschiedenen Ländern Mitteleuropas, Afrikas und dem Fernen Osten hielt er Vorlesungen.

Die Bischofsweihe erfolgte am 31. August 1986 durch seinen Vorgänger, Joseph Gargitter. Egger war Präsident der Katholischen Bibelföderation. In der Regionalen Bischofskonferenz Nordost-Italien war er Beauftragter für Ökumene und Vorsitzender der Kommission für die Revision der Einheitsübersetzung.
Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 12. Januar 2008 zum Spezialsekretär für die XII. ordentliche Bischofssynode (5.–21. Oktober 2008 im Vatikan).

Er starb überraschend am 16. August 2008 in seiner Wohnung in Bozen an einem Herzinfarkt.

Quelle: orden-online.de
Text Biografie: Gerd Gessinger
Foto: Diözese Bozen-Brixen

Das Geistliche Testament von Bischof Wilhelm Egger, die Predigt von Kardinal Angelo Scola während der Trauerfeier sowie das Kondolenzschreiben von P. Benedikt XVI. finden sich auf der Homepage der Diözese Bozen-Brixen:
www.ecclesiabz.com



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32