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Vier Brüder zu Diakonen geweiht
Das geistliche Amt des Diakons zählt zu den ältesten Ämtern der Kirche. Es wird schon in der Apostelgeschichte (Apg. 6, 1-7) erwähnt. Die Diakone unterstützen dort die Apostel in ihrer Sorge um die Armen. Heute gehört zu den Aufgaben des Diakons auch die Verkündigung und die Liturgie. Die Weihe zum Diakon ist in der römisch-katholischen Kirche die erste Stufe des Weihesakramentes vor den Weihen zum Priester und zum Bischof.


Diakonenweihe in Ave Maria Deggingen

Am Fest des Hl. Lukas am 18.10.2008 hat Weihbischof Johannes Kreidler die Kapuzinerbrüder Harald Weber und Stefan Maria Huppertz in der Wallfahrtskirche Ave Maria in Deggingen zu Diakonen geweiht.

Der Hl. Lukas steht für die Verkündigung des Evangeliums und die Hinwendung des heilenden Herrn zu Armen und Schwachen, beides sind wesentliche Elemente des Dienstes, den der Diakon in der Gemeinde übernehmen soll.

Br. Harald Weber stammt aus der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt in Königsbronn am Brenzursprung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nach Abitur, Ausbildung in der Krankenversicherung und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre trat er im Jahr 2000 mit 30 Jahren in den Kapuzinerorden ein. Nach Postulat in Werne an der Lippe und dem Noviziat im gemeinsamen Ausbildungshaus der deutschsprachigen Kapuziner in Salzburg, studierte er seit 2003 Theologie an der ordenseigenen Hochschule in Münster in Westfalen und dem Theologischen Institut in Assisi.

Br. Stefan Maria Huppertz, aufgewachsen in er Pfarrei St. Maria in Oberhausen im Ruhrgebiet, war nach dem Abitur in das Priesterseminar des Bistums Essen eingetreten. Nachdem er an der Ruhr-Universität Bochum sein Vordiplom in Theologie erlangt hatte, trat auch er 2002 in die Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz ein, absolvierte die Grundausbildung in Werne und Salzburg und beendete das Diplomstudium der Theologie in Münster. Nach der Weihe beginnt für die neuen Diakone die pastorale Ausbildung, zusammen mit sechs anderen Ordensmännern am Pastoralseminar der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster.

Die beiden Kapuziner freuen sich schon auf ihren Dienst als Diakon in verschiedenen Gemeinden:
Br. Harald wird ab November sechs Monate in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser in Münster mitarbeiten.
Br. Stefan Maria wird seine ersten pastoralen Erfahrungen in der Pfarrgemeinde St. Sophien in Hamburg, die vom Dominikanerorden betreut wird, sammeln.
Die Priesterweihe ist gemeinsam am 16.5.2009 in Münster geplant.

Diakonenweihe in Köln

Am 18. Oktober 2008 wurden in der ehemaligen Franziskanerkirche St. Ulrich in Köln Br. Engelbert Petsch und Br. Daniel-Paulus Züscher von Weihbischof Dr. Franz-Josef Overbeck durch Handauflegen zu Diakonen geweiht. An der Zeremonie nahmen auch die Provinzialminister der bayerischen und kölnischen Franziskanerprovinz, P. Maximilian Wagner und P. Franz-Leo Barden teil.

In der mit Ordensbrüdern, Ordensschwestern sowie Freunden und Verwandten der Weihekandidaten vollbesetzten Kirche sagte Bischof Overbeck in seiner Predigt über das Amt des Diakons u.a.: „Die Diakone versprechen, die Sorge um die Kranken und Armen, die Hilflosen und Heimatlosen. Sie versprechen, das Evangelium gemäß der kirchlichen Überlieferung zu verkünden und auszulegen und sich täglich Christus enger zu verbinden, dessen Leib und Blut sie austeilen. Hier wird Gott und Welt genau unterschieden und in der Verantwortung wiederum zusammen gebunden. Im Amt der Kirche geht es um die Sorge Christi für die Menschen. Darum ist die Solidarität und Sensibilität für die Armen in allen Formen, die es gibt, so wichtig. Die konkreten Lebensorte unserer Weihekandidaten zeigen dies in der Nähe zu den Obdachlosen, zu den Kindern und den Kranken. Die Welt ist – genau in diesem Sinne - als Welt anzunehmen, zugleich aber mit den Augen Gottes zu lesen, eben mit den Augen des Evangeliums und der Eucharistie, in der sich Christus uns selbst gibt. Das Amt des Diakons zeigt dabei, dass die Kirche durch die Person des Geweihten unverbrüchlich, fern eigener Ideen und Begabungen, in und bei allen Menschen in der Welt ist, da es um Gott geht. Dessen Geheimnis scheint hier auf. In einer Welt und in gesellschaftlichen Zusammenhängen, in denen es heute Vielen sehr schwer wird, verbindliche Verantwortung zu übernehmen, weil es an rechter Unterscheidungsgabe von Gott und Welt mangelt, ist es Dienst der Kirche, dieses zu leben. Der Diakon ist Zeuge dieser Unterscheidungsgabe, die um Gottes willen zum Handeln ruft, weil es um das Heil des Menschen geht.“

Nach dem feierlichen Gottesdienst traf man sich noch zu einem fröhlichen Abendimbiss im Innenhof des ehemaligen Klosters. An Gottesdienst und Fest nahmen auch zahlreiche obdachlose Menschen teil, deren Zentrum die ehemalige Klosterkirche heute ist.

Quelle: www.franziskaner.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32