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Angebote des Tauteams
Das Tauteam der Schweiz bietet Ende August zwei Bildungsveranstaltungen im Antoniushaus Mattli in Morschach an.


Bildungstag

Im Frühling 1208 schließen sich Franziskus erste Gefährten an. Damit entsteht die franziskanische fraternitas. In der neuen Bewegung finden bald auch Frauen Raum: Schwestern, die wie Clara in Klöstern oder wie Elisabeth von Thüringen sozial engagiert leben. Die Bewegung öffnet sich für Eheleute und Familien. Sie wird eine Reformkraft in der Kirche, versteht sich radikal evangelisch, entfaltet sich geschwisterlich und organisiert sich demokratisch. Franziskanische Brüder und Laien engagierten sich bereits im Mittelalter als Pioniere in der ökumenischen und der interreligiösen Begegnung.
Der Bildungstag spürt dem spezifischen Charisma der franziskanischen Bewegung nach, die seit 800 Jahren Kirche und Gesellschaft vielseitig inspiriert.

Mitwirkende:
Br. Willi Anderau, Kapuziner
Thomas Betschart, FraVivo
Sr. Marie-Angele Michaud, Montorges FR
Sr. Beatrice Kohler, Baldegg
Br. Pascal Marquard, Franziskanerkonventuale
Nadia Rudolf von Rohr, FG
Sarah Gaffuri, Journalistin
Flurina Mayer, Taukreis
Fridolin Wyss, Gassenarbeiter / Tauteam

Datum: Samstag, 30. August 2008
Ort: Antoniushaus Mattli, CH-6443 Morschach


Franziskanisches Forum

"Es gibt keinen demokratischeren Ort in der katholischen Kirche als die Bettelorden".
Die Aussage des früheren Luzerner Kirchenrechtlers Oskar Stoffel erstaunt, spricht er doch von mittelalterlichen Bewegungen. Die franziskanische fraternitas - die größte unter ihnen - feiert aktuell 800 Jahre: Im Frühling 1208 hat Franziskus nach langen Jahren der Suche eine neue Form des "evangelischen Lebens" begonnen und erste Gefährten gefunden. Die Brüder öffneten ihre Bewegung bald für Schwestern und boten auch Laien einen Entfaltungsraum, wo sie innerhalb der Kirche und an ihrer Basis radikal nach dem Evangelium leben können. Demokratische Kultur, geschwisterliches Zusammenspiel und Dialog mit anderen Religionen und Konfessionen zeichnen ihre 800-jährige Geschichte aus.

Die katholische Kirche Schweiz sieht sich zunehmend im Gegenwind der modernen Gesellschaft und in wachsenden Spannungen zu ihren Schwesterkirchen. Die Kluft zwischen Hierarchie und Basis, Missachtung diözesaner Wahl- und Mitbestimmungsrechte, neue Formen des Klerikalismus, provokative Abgrenzung gegen andere Konfessionen, anhaltende Diskriminierung der Frau in Ämterfragen wecken Frustrationen, grenzen aus und entfremden die institutionelle Kirche der modernen Welt.

Prominente aus Kirche, Gesellschaft und Gemeinschaften fragen nach den Perspektiven und Zukunftschancen unserer Schweizer Ortskirchen. Unterschiedliche Positionen weiten die Horizonte und ringen um die Frage, wie demokratisch, geschwisterlich und ökumenisch die katholische Kirche Schweiz werden kann, darf oder muss, will sie Zukunft haben. Die franziskanische Bewegung gibt mit reicher Erfahrung aus 800 Jahren eine ermutigende Antwort auf die Frage, wie Kirche in der Lebenspraxis und in ihrer Ordnung demokratisch entscheiden, sich geschwisterlich entfalten und sich ökumenisch öffnen kann.

Folgende Persönlichkeiten wirken mit:
Prof. Dr. Philippe Mastronardi, Universität St. Gallen
Sr. Louise-Henri Kolly, Generaloberin Ingenbohl
Dr. Ivo Fürer, Altbischof von St. Gallen
Monika Schmid, Gemeindeleiterin
Dr. Markus Arnold, Ethikdozent und Präsident CVP ZH

Datum: Sonntag, 31. August 2008
Ort: Antoniushaus Mattli, CH-6443 Morschach

Die Flyer finden sich unter:
www.tauteam.ch


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32