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Guardini-Preis für
Sr. Lea Ackermann
Die Katholische Akademie Bayern hat am 7. Oktober 2007 den Romano Guardini Preis 2008 an Schwester Dr. Lea Ackermann verliehen.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.


Guardini-Preis

„Wir würdigen damit das Lebenswerk einer national wie international hoch angesehenen Frau, die sich aus christlicher Verantwortung für Frauen einsetzt, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sextourismus geworden sind“, begründet Akademiedirektor Dr. Florian Schuller die Preisverleihung.

Der Guardini-Preis wird alle zwei Jahre in Erinnerung an einen der bedeutendsten katholischen Religionsphilosophen des 20. Jahrhunderts verliehen.
Bisher erhielten ihn unter anderen der Theologe Karl Rahner, der Physiker Werner Heisenberg, der Komponist Carl Orff, der CDU-Politiker Klaus Töpfer und der frühere Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde.

Ehrendoktorwürde

Am 29. Oktober 2008 wird Sr. Lea Ackermann die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Luzern verliehen. Die Dekanin Ruth Scoralick begründet die Entscheidung mit deren „bewunderswert mutigem und tatkräftigem Einsatz“, den es zu würdigen gelte und „den sie selbst als Zeugnis für die Werte des christlichen Glaubens sieht."

Ehrungen

Sr. Lea Ackermann wurde für ihr Engagement ausgezeichnet mit den Ehrungen:
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1996)
Ehrenbezeichnung „Frau Europas“ (1997)
Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz (2005)
Verdienstorden Bul le Mérite des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) (2002)
Nominierung der Initiative 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005 für den Nobelpreis
Aufnahme von der saarländischen, kommunalen Frauenbeauftragten in die Liste der 50 bedeutenden Saarländerinnen (2007)
Kettelerpreis der KAB-Stiftung ZASS für sozialpolitisches Engagement (2006)

Schwester Lea Ackermann, die dem Orden der „Missionsschwestern unserer lieben Frau von Afrika“, den „Weißen Schwestern“, angehört, arbeitete lange Jahre als Lehrerin in Ruanda und Kenia. Dort musste sie die bedrückende Erfahrung machen, wie Frauen durch Not und Verelendung zu Opfern von sexueller Ausbeutung werden.

Die heute 71-jährige gründete 1985 in Kenia deshalb das Hilfszentrum „SOLWODI“ (Solidarity with Women in Distress) als Ausstiegsprojekt für Prostituierte. Seit 1988 sind Schwester Lea und ihr Hilfswerk auch in Deutschland aktiv. Sie kümmern sich um Frauen, die von Menschenhändlern hierher verschleppt werden. So war sie an der Kampagne «Rote Karte gegen Zwangsprostitution» vor und während der Fußball-WM 2006 in Deutschland beteiligt.

In Deutschland arbeiten Schwestern verschiedener franziskanischer Frauengemeinschaften bei Solwodi oder ähnlichen Projekten mit.

Nähere Informationen unter: www.solwodi.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:19